Moderne Schnitzeljagd an der A 59

Huckingen.   Hinter der dünnen Lärmschutzwand rauschen die Autos über die A59. Zwar werden viele Geräusche der Blechlawine geschluckt, doch ein Teil mogelt sich hinüber und in den Stadtteil Huckingen hinein. Währenddessen klettere ich, völlig unbemerkt, auf der anderen Seite den kleinen Berg zu eben dieser Lärmschutzwand hinauf. Mein Ziel: ein gut versteckter Schatz. Denn Geocaching, mein neues Hobby, ist eine Art moderne Schnitzeljagd oder Schatzsuche.

Hinter der dünnen Lärmschutzwand rauschen die Autos über die A59. Zwar werden viele Geräusche der Blechlawine geschluckt, doch ein Teil mogelt sich hinüber und in den Stadtteil Huckingen hinein. Währenddessen klettere ich, völlig unbemerkt, auf der anderen Seite den kleinen Berg zu eben dieser Lärmschutzwand hinauf. Mein Ziel: ein gut versteckter Schatz. Denn Geocaching, mein neues Hobby, ist eine Art moderne Schnitzeljagd oder Schatzsuche.

Wem spazieren gehen zu langweilig ist, der kann es mal damit probieren. Bei erfolgreicher Suche sind Glücksgefühle garantiert.

Oft in Filmdöschen verborgen

Schon als Kind gehörte Spazieren gehen nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Beim Geocaching hat man hingegen ein Ziel. Es gilt, den Schatz zu bergen und sich im Logbuch verewigen.

Dieses Buch kann sich in verschiedenen Behältern verbergen. Der Cache, also das Versteck, an der A59 ist beispielsweise ein sogenannter Traditional in der Größe Regular. Das bedeutet: Ich muss nicht mit einer Lupe anrücken, um ihn zu finden.

Oft beheimaten altmodische Filmdöschen die Logbücher aus Papier und schützen sie so vor der Witterung. In meinem Fall ziehe ich, nach der Kletterpartie, allerdings eine kleine Kiste aus dem Erdloch.

In dieser hat nicht nur das Buch Platz, sondern manchmal auch Spielzeug für Leute, die gerne tauschen. Gerade Familien, die mit ihren Kindern auf Schatzsuche gehen, kommen bei solch einem Fund auf ihre Kosten. Aufgepasst: Wer etwas hinaus nimmt, sollte auch wieder ein gleichwertiges Spielzeug hineinlegen.

Neben solchen Kleinigkeiten haben hartgesottene Geocacher allerlei nützliche Utensilien in den Jackentaschen. Manche Caches lassen sich nämlich nur mit Hilfe eines Magneten bergen oder über kleine Taschenspiegel ausfindig machen. In ganz seltenen Fällen ist sogar eine Leiter nötig, um in entlegene Höhen zu gelangen.

Welche Hilfsmittel ratsam sind, können Cacher in der passenden App nachlesen (siehe Infokasten). Diese navigiert die Schatzsucher auch bis auf zehn Meter genau an den Cache heran. Den gleichen Zweck erfüllt ein GPS-Gerät.

Der Owner, also derjenige, der den nächsten Cache mit dem gefährlich anmutenden Namen „Rohrbombe“ versteckt hat, gibt ebenfalls einen solchen Werkzeug-Tipp. Kein Wunder, ein richtiges Bombenkommando rückt ja auch nicht mit leeren Händen zur Entschärfung an.

Zuerst muss ich mir mal einen Überblick verschaffen. Die kleine „Bombe“ steckt in einem Rohr und muss irgendwie ans Tageslicht befördert werden. Kein Problem für den dünnen Ast, der passender Weise auf der Straße parat liegt. Mit Fingerspitzengefühl schiebe ich den Metallzylinder das Rohr hinauf, bis er greifbar oben hinaus guckt. Auch hier wird fleißig geloggt und das gute Stück wieder zurück gesteckt, damit das nächste Entschärfungsteam anrücken kann. Fazit: zwei Erfolgserlebnisse auf einem Spaziergang.

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