Sommerspaß

Kinder schippern mit Badewanne über den Duisburger Wolfssee

Beim Badewannen-Rennen müssen die „Kanuten“ darauf achten, dass kein Wasser in die Wanne läuft. Ansonsten ist der Untergang vorprogrammiert.

Beim Badewannen-Rennen müssen die „Kanuten“ darauf achten, dass kein Wasser in die Wanne läuft. Ansonsten ist der Untergang vorprogrammiert.

Foto: Lars Heidrich

Duisburg-Wedau.   Spaß-Rennen im Wolfssee. Es erweist sich als schwierig, die sperrigen Emaille-Boliden auf Kurs zu halten. Ruhiges Paddeln bringt am meisten.

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Die Suche nach dem Piratenschatz und ein Badewannenrennen standen dieses Mal beim „Sommer am See“, der gemeinsamen Aktion des DJK Poseidon mit der Süd-Redaktion, auf dem Programm. „Bei der Spannung haben die Leute die Hitze glatt vergessen“, freut sich Mirko Kaiser vom Freibadteam.

Denn am Samstag wurde ein Piratenschatz gesucht. Quer durch die Freibadanlage und durchs Wasser führte die wilde Schnitzeljagd, am Ende konnten die Teams gemeinsam einen tollen Schatz heben.

Am Sonntag steht Kaiser dann schon wieder am Wolfsseestrand, es sind schließlich nur noch wenige Minuten bis zum Start des Badewannen-Rennens.

Der Abfluss wird vorher zugestopft

Ein wenig zweckentfremdet hat das Team die Emaille-Boliden natürlich schon, der Abfluss ist zugestopft. Anders als in den Vorjahren ist aber kein Tuning erlaubt, alle Teams starten unter denselben Voraussetzungen. Sechs Zweier-Teams hat Mirko Kaiser auf seinem Rennleiterbogen stehen. Team Powerrangers besteht aus Steven und Florian. Die beiden müssen sich direkt in der ersten K.O.-Runde mit dem Team SV Wanheim messen.

Als kniffelig erweist es sich dann aber schon, die große Schüssel auf Kurs zu halten, die Strecke vom Holzpfahl zur Boje und zurück lässt keine Fahrfehler zu. Deshalb zieht Team Powerranger leider den Kürzeren. Aber halb so schlimm, resümieren die beiden Rennfahrer, Spaß gemacht hat es trotzdem.

„Das ist anstrengender als es aussieht“

Nicht nur in ihrer Namensgebung, auch in ihrer Renngestaltung sind „Die Schnellen“ sehr pragmatisch. Ein lockerer Start-Ziel-Sieg – anscheinend jedenfalls, denn zurück am Strand sind Lavinia und Dustin ziemlich aus der Puste. „Das ist anstrengender als es aussieht“, erklärt Dustin. Lavinia analysiert, „dass ruhigeres Paddeln mehr bringt, Hektik wirft einen nur aus dem Rhythmus.“ Sicherlich auch ein guter Tipp fürs Leben.

Derweil kämpft das nächste Team mit seiner Badewanne, anders als im Hausgebrauch ist es am Wolfssee nämlich eher hinderlich, wenn sich die Wanne mit Wasser füllt. Kurz vorm Ziel scheinen die beiden Rennfahrer nur noch im Wasser zu schweben, die Wanne ist schon lange nicht mehr zu sehen. Zur großen (Schaden-) Freude der Verwandten und Freunde am Strand, die das Spektakel natürlich mit dem Smartphone festhalten. Den Sportlern ist es freilich egal, der erste Kommentar aller Teilnehmer nach dem Sprung aus der Wanne: „Jetzt brauch ich erstmal was zu Trinken.“

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Erste Weltmeisterschaft 2015 in Düsseldorf

2015 fand in Düsseldorf die erste Weltmeisterschaft im Badewannenrennen statt. Damals triumphierte ein Team aus Wolfsburg. In Leipzig, Weischütz und Würm finden Rennen statt.

Bei vielen Rennen zählt eher die kreative Ausgestaltung der Wannen und der Fahrer als der tatsächliche Erfolg im Rennen

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