Verwaltung

Mit dem Self-Service-Terminal geht’s im Bezirksamt schneller

Ein Foto für den neuen Personalausweis kann das Self-Service-Terminal im Bezirksamt Süd direkt vor Ort schießen.

Foto: Jörg Schimmel/Archiv

Ein Foto für den neuen Personalausweis kann das Self-Service-Terminal im Bezirksamt Süd direkt vor Ort schießen.

Duisburg-Buchholz.   Bezirksamt Süd ist mit dem Self-Service-Terminal Vorreiter bei der Digitalisierung der Verwaltung in Duisburg. Mehr als 150 Nutzer im Monat.

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Mehrmals am Tag macht im Buchholzer Bezirksamt ein Automat Passfotos von den Duisburgern. Seit gut einem Jahr steht ein sogenanntes Self-Service-Terminal im Bezirksamt an der Sittardsberger Allee. „Das ist ein super System und bedeutet für uns eine Arbeitserleichterung“, zieht die Teamleiterin des Bezirksamts, Jasmin Brudermann, ein Fazit nach etwa zwölf Monaten.

Durch das Self-Service-Terminal sparen sich Kunden den Weg zum Fotografen. Das vom Automaten geschossene Foto landet in digitaler Form auf den Computern der Sachbearbeiter, so dass die Mitarbeiter es direkt verwenden können. 4,50 Euro Bearbeitungsgebühr kostet das Ganze. „Die Kunden sparen also Zeit und Geld im Vergleich zum Besuch beim Fotografen“, sagt Brudermann.

Automat erfasst auch Fingerabdruck und Unterschrift

Außerdem können Kunden am Self-Service-Terminal auch ihren Fingerabdruck einscannen lassen und ihre Unterschrift abspeichern. „Wir Sachbearbeiter haben also letztendlich weniger zu tun, wenn der Kunde dann vor uns sitzt“, fasst die Teamleiterin des Bezirksamts die Vorteile zusammen.

Im Juni wurde der Automat von 176 Menschen genutzt, im Mai von 152. „Das sind schon viele Leute, aber es könnten noch mehr sein“, findet Jasmin Brudermann. Viele Leute kämen mit einem ausgedruckten Foto ins Bezirksamt und seien dann überrascht von der Möglichkeit, sich am Automaten fotografieren zu lassen. „Das muss sich wohl einfach noch mehr rumsprechen. Aber wir sind ja immer noch in der Anfangsphase“, so Brudermann.

Senioren brauchen oft Hilfe mit der Technik

Das Self-Service-Terminal wird die ganze Zeit von den Mitarbeitern des Bezirksamts beobachtet. Gerade ältere Leute hätten immer wieder Probleme mit der Technik und bräuchten Hilfe. „Für die jüngere Generation ist die Bedienung aber gar kein Problem. An sich sind die einzelnen Schritte wirklich selbsterklärend. Auf dem Bildschirm wird alles angezeigt“, sagt die Teamleiterin.

In den vergangenen zwölf Monaten hat nicht nur das Self-Service-Terminal für eine Arbeitserleichterung im Bezirksamt gesorgt. Seit gut einem Jahr wird dort außerdem mit einem Wartemarkensystem gearbeitet. Konkret heißt das: Kunden ziehen eine Wartemarke, setzen sich in einen Warteraum und gehen zum Sachbearbeiter, wenn ihre Nummer auf einem Bildschirm erscheint. „Früher haben die Kunden alle in den Büros gewartet. Jetzt ist es viel geordneter und entspannter“, freut sich Brudermann. Im vergangenen Jahr hatte es immer wieder Beschwerden über oft stundenlange Wartezeiten im Bezirksamt Süd gegeben.

Das Bezirksamt in der Innenstadt und das im Süden sind die einzigen der insgesamt sieben Duisburger Bezirksämter mit einem Self-Service-Terminal. Jasmin Brudermann geht davon aus, dass auch die anderen fünf bald einen Automaten bekommen werden, der ihnen die Arbeit erleichtern soll. „Im Rahmen der Digitalisierung wird das wahrscheinlich nicht lange dauern.“

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