B 288

Minister Wüst informiert sich über Duisburger Verkehrprojekt

Verkehrsminister Hendrik Wüst (2. von links) ließ sich am Mittwoch unter anderem von Axel Heyer (rechts) vom Bürgerverein Mündelheim erklären, wie der Mannesmannacker das Lkw-Problem im Duisburger Süden lösen soll.

Verkehrsminister Hendrik Wüst (2. von links) ließ sich am Mittwoch unter anderem von Axel Heyer (rechts) vom Bürgerverein Mündelheim erklären, wie der Mannesmannacker das Lkw-Problem im Duisburger Süden lösen soll.

Foto: Fabian Strauch/Funke Foto Service

Duisburg-Mündelheim.   NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat sich über B 288 und Mannesmannacker informiert. Wenn er Geld gibt, kommt das Projekt – nach Jahrzehnten.

Bis zu Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) wollten die Bürgervereine des Duisburger Südens gehen, um die Probleme rund um die B 288 und den sogenannten Mannesmannacker zu lösen. Jetzt ist der Verkehrsminister zu ihnen gekommen: Am Mittwochnachmittag sah er sich das Problem und dessen mögliche Lösung an Ort und Stelle an.

Fachleute von Straßen.NRW brachte er zu diesem Termin gleich mit – auch der Verkehrsminister könne „schließlich nicht bei jeder einzelnen Baustelle in ganz NRW genau wissen, worum es geht“, wie seine Duisburger Landtagsabgeordnete und Parteikollegin Petra Vogt befand. Auch Wüst selber betrachtete den Ortstermin als Informationsquelle: „Dann versteh’ ich’s auch gleich mal besser.“

Die aktuellen Pläne sollten schon 2015 gebaut werden

Wolfgang Schwertner, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Mündelheim/Ehingen/Serm, brachte das Ziel des Vorhabens noch mal auf den Punkt: „Den Schwerlastverkehr müssen wir aus den Ortsteilen rausbringen. Das schaffen wir nur über den Mannesmannacker.“

Die Anbindung zwischen Mannesmannstraße und B 288 soll gebaut werden, bevor die Bundesstraße zur Autobahn ausgebaut wird, geht es nach Axel Heyer vom Bürgerverein Mündelheim. „Dann kriegen wir sogar die A 59 entlastet“, sagt er. Allerdings: Diese Pläne sind so alt wie das Vorhaben einer Tunnellösung für die noch-Bundesstraße. Schon 2010 verabschiedete die Bezirksvertretung eine entsprechende Forderung parteiübergreifend. Avisierter Baubeginn damals: 2015.

Das Straßenbauprojekt soll Duisburg nichts kosten

Vier Jahre später ist von der Umgehungsstraße immer noch nichts zu sehen. Auch Schwertner weiß: „Das Thema ist seit 25, 30 Jahren aktuell.“ Er weiß auch: „Der Verkehr auf unseren Straßen wird immer schlimmer.“ Dennoch verbindet er eine Hoffnung mit dem Termin am Mittwoch: „Dass wir endlich vorankommen.“ Der Ministerbesuch bestärkt ihn darin:

Dass die Stadt Duisburg bekanntlich kein Geld übrig hat, soll für das Projekt Mannesmannacker kein Hindernis darstellen. „Am Geld wird es nicht scheitern“, sagt Axel Heyer: „Die Stadt muss nur die Planung bringen.“ Das Geld soll von anderer Stelle nach Duisburg fließen: „Der Minister muss nur mitmachen und das Portemonnaie aufmachen.“

NRW-Verkehrsminister Wüst gibt keine Zusage

Eine Zusage ließ der sich am Mittwoch freilich nicht entlocken. Und Christoph Jansen, einer der von Wüst mitgebrachten Fachleute – Leiter der Regionalniederlassung Niederrhein bei Straßen.NRW – nennt einen Zeitrahmen, wie sie ihn in der Angelegenheit hier schon seit Jahrzehnten immer wieder hörn: „Wenn wir in zehn Jahren hier durch sind, dann ist das gut.“

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