Gastronomie

Mini-Café serviert seit einem Jahr italienischen Kuchen

Wie passend, wenn auch die Namen italienisch klingen: die Betreiber Angelo Caresta und Claudia Bonavita in ihrem kleinen Café.

Foto: Udo Gottschalk

Wie passend, wenn auch die Namen italienisch klingen: die Betreiber Angelo Caresta und Claudia Bonavita in ihrem kleinen Café.

Duisburg-Wedau.   Ein kleines Café setzt auf Kuchen, importiert aus Italien. Von dort sind die Eltern der Besitzerin in den 1960er Jahren nach Duisburg gekommen.

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Urlaub in Italien, das geht in Wedau, ohne den Stadtteil zu verlassen. Denn vor einem Jahr hat Claudia Bonavita ihr Seebüdchen um ein Café erweitert. Dort tischt sie seitdem das auf, was ihr Name verspricht: gutes Leben. Oder, wie die Italiener sagen: la dolce vita.

Der Kuchen stammt aus Italien. „Der wird aus Sizilien importiert“, sagt Claudia Bonavita. Tiefgefroren. Im Café also nicht selbst gebacken, dafür original italienisch. Wie in Italien kommen auch Espresso und Cappuccino auf den Tisch: frisch gemahlen und gebrüht aus der Siebträgermaschine. „Das ist der Ferrari unter den Kaffeemaschinen“, sagt Claudia Bonavita stolz. Der Kaffee selber allerdings kommt aus Portugal.

Das italienische Flair hat sie behutsam eingedeutscht

Das italienische Flair hat sie behutsam eingedeutscht, denn die allzu italienischen Spezialitäten kamen bei ihren Kunden „nicht so gut an“. Jetzt serviert sie zwar italienisch, aber in Sorten, die „die Deutschen kennen“: Nuss-Nougat-Sahne etwa, oder Großmutters Apfelkuchen.

Sorten, deren Namen auch passen zum gemütlichen Ambiente des Cafés: Polsterstühle und -sessel sind alt gekauft und selber restauriert, dazu gesellen sich Tische mit geschwungenen Beinen und frischen Blümchen darauf. Die Wand zieren historische Fotografien – vom Schwanentor und vom Hauptbahnhof, nicht von Italien.

„Ich bin Italienerin“, sagt die Betreiberin über sich selbst

Da, wo jetzt das Café zum Seebüdchen Kaffee und Kuchen nach italienischer Art serviert, war früher eine Trinkhalle. „Da hab’ ich schon immer gesagt: Wenn die mal rausgehen, mach’ ich da ein Café auf.“ Gesagt, getan; im September 2017 war es soweit. Das Büdchen rückte nach nebenan, an der Ecke Am See/Kalkweg entstand das kleine Café.

Das Italienische lag dabei nahe: „Ich bin Italienerin“, sagt Claudia Bonavita über sich selbst, auch wenn sie in Deutschland geboren wurde. „Meine Eltern sind in den 1960er Jahren als Gastarbeiter hierher gekommen“, aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Neapel. In die Heimat muss ihre Mama nicht fahren, wenn sie sie schmecken möchte: Drum kein Wunder, dass sie sich gern auch einmal selber ins Café der Tochter setzt. Auf ein Stück italienischen Kuchen, auf eine Gabel dolce vita.

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