Gute Schule 2020

Mannesmann-Gymnasium freut sich über 2,5 Millionen Euro

Birgitt Keens

Foto: Tanja Pickartz

Birgitt Keens Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Huckingen.   Am MMG soll die Aula saniert werden. Das Gymnasium hofft auch auf schnelles Breitband-Internet. Dabei könnte es vom Berufskolleg profitieren.

Das Mannesmann-Gymnasium hofft auf 2,5 Millionen Euro für die Sanierung der Aula – und zusätzlich auf den Ausbau des Glasfasernetzes für den digitalen Unterricht. Vorausgesetzt, der Rat der Stadt stimmt in seiner Sitzung am 3. Juli zu. Dann wird nämlich über die Verteilung der Gelder abgestimmt, die im Rahmen des Landesprojekts „Gute Schule 2020“ fließen. Für die Duisburger Schulen macht dies 86 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren.

Hinzu kommen noch einmal knapp 80 Millionen Euro aus dem Programm „Kommunale Investitionen in Duisburg“, kurz KIDU. Insgesamt 156 Millionen Euro stehen stadtweit zur Verfügung. „Diese Gelder sollten natürlich auch ausgegeben werden“, sagt Thomas Krützberg, zuständiger Dezernent für Familie, Bildung und Kultur bei einem Ortstermin mit MdL Sarah Philipp am Mannesmann-Gymnasium.

Seit acht Jahren ist das Mannesmann-Gymnasium eine Baustelle

Damit die zur Verfügung stehenden Gelder auch tatsächlich verbaut werden können, wollen das Immobilien Management Duisburg (IMD) und das Krützberg-Dezernat 18 neue Mitarbeiter für die Planung und Begleitung der Sanierungsprojekte einstellen. Geeignete Kandidaten für diese Stellen sind bereits gefunden.

Seit acht Jahren gibt es immer irgendwo im Mannesmann-Gymnasium eine Baustelle. Neue Toiletten und Fenster, Entsorgung des asbestverseuchten Putzes – all das ist bereits geschehen. Jetzt kommt die Turnhalle dran. Im Oktober sollen die Bauarbeiten starten. Dach und Fassade werden gedämmt, neue Fenster und Türen eingesetzt. Die 1,4 Millionen Euro aus dem KIDU-Topf sind für diese Sanierung bereits reserviert.

Alle drei Schulen am Biegerhof könnten ans Breitband-Internet kommen

Als Sahnehäubchen käme die Versorgung mit schnellem Internet hinzu. Dabei könnte das Gymnasium von der Nachbarschaft zum Bertolt-Brecht-Berufskolleg profitieren. Die Berufsschulen werden vorrangig mit dem Glasfasernetz ausgestattet, für den Unterricht dort besteht der größte Bedarf. Da die Telefonanlage aller drei Schulen am Biegerhof zusammenhängt, könnten auch das Gymnasium und die Sekundarschule ans neue Breitbandnetz kommen.

Das hofft Dr. Stefan Zeyen, der stellvertretende Schulleiter des Mannesmann-Gymnasiums, der sich von schulischer Seite um die Sanierung kümmert. „Wenn im Informatikuntericht 29 Schüler gleichzeitig ins Netz gehen und in anderen Klassen auch noch welche, wird es schon eng“, so Zeyen.

In einer angenehmen Umgebung lernt es sich besser, davon ist der Lehrer überzeugt. Und auch Thomas Krützberg sagt: „Ein gutes Schulgebäude ist ein zusätzlicher Pädagoge“.

In Duisburg gibt es 140 Schul-Standorte mit 700 Gebäuden

Eigentlich ist die Instandhaltung der Schulen kommunale Aufgabe. Die Duisburger Schulverwaltung steht dabei vor der Mammutaufgabe, sich um 700 Gebäude an 140 Schulstandorten in der Stadt zu kümmern. Sie ist natürlich froh über den Geldsegen vom Land.

Vorrangig sollen die Toilettenanlagen saniert werden, dafür stehen insgesamt 27 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus haben die Schulen eine Wunschliste erstellt. 92 Sanierungsmaßnahmen stehen darauf.

Die Toiletten werden noch in diesem Jahr saniert

Dabei geht es um die Ausstattung der naturwissenschaftlichen Räume und Energieeinsparung, um Aufenthaltsräume für den Ganztag oder neue Stühle. „Zum Glück ist ‘Gute Schule 2020’ sehr weit gefasst und nicht auf energetische Sanierung oder Brandschutz beschränkt“, merkt Krützberg an. Mit der Toilettensanierung wird noch in diesem Jahr begonnen, der Großteil der Baumaßnahmen soll ab kommendem Jahr laufen.

„Es hat sich eine Menge getan in den letzten Jahren“, lobt Birgitt Keens, Schulleiterin des Mannesmann-Gymnasiums. Sie hebt die gute MINT-Ausstattung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) hervor. Auf der Wunschliste von Zeyen steht die Mensa, die zwar schon aufgehübscht, aber noch nicht optimal ausgestattet sei. Auch eine Abgrenzung zum Biegerpark würde er sich wünschen.

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