Musikwettbewerb

Klare Entscheidung beim Rock ‘n’ Rollator in Bissingheim

Die Band Headhunter gibt im Finale des Rock ‘n’ Rollators alles. Für den Sieg hat es am Ende nicht gereicht.

Die Band Headhunter gibt im Finale des Rock ‘n’ Rollators alles. Für den Sieg hat es am Ende nicht gereicht.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Bissingheim.   Die Band „Monkey in your Head“ gewinnt den Rock’n Rollator 2019. Zur Belohnung gibt es den Rollatorpokal und einen Tag im Tonstudio.

Das Wichtigste zuerst: „Die Bands spielen nicht gegeneinander, sondern miteinander“, erklärt Michael Krebs am Sonntag vor dem großen Finale des diesjährigen Rock’n Rollators der Kultkneipe Anne Tränke. Um den Titel geht es für die vier Siegerbands aus den drei Vorentscheiden natürlich trotzdem, am Sonntag allerdings in der Sporthalle des benachbarten Bissingheimer Fußballclubs. Zum Glück, denn in der geräumigeren Halle ist genug Platz für die vielen, gut gelaunten Musikfans, die in der Kneipe mit den vielen, weniger gut gelaunten Dortmund-Fans wohl kaum Platz gefunden hätten.

Im Musikwettbewerb geht es aber, wie auch im Bundesliga-Spitzenspiel, um eine ganze Menge, neben dem Rock’n Rollator, Sach- und Geldpreisen auch um einen Tag im Tonstudio, der sonst ordentlich auf die Bandkasse gehen würde. Michael Krebs freut sich über „tolle Musik, unterschiedliche Musik“ und darüber, dass die Bands im Backstageraum schon fleißig an gemeinsamen Konzerten in der Zukunft planen.

Vier Bands stehen im Finale

Los geht der musikalische Teil des Abends mit der Band „Headhunter“. Die erinnert stilistisch mehr als einmal an die goldenen Zeiten von Black Sabbath und spielt sich vor allem mit fetten Riffs und Gitarrensoli in die Herzen des Publikums. Nicht ohne Grund, den neben der dreiköpfigen Jury entscheidet am Ende des Abends auch das Publikum per Applausbarometer über den Sieger, der den formschönen Rollatorpokal mit in den Proberaum nehmen darf.

Deswegen machen die Duisburger Musiker auch ordentlich Show, der Sänger heizt das Publikum sogar mit einigen Ausflügen in den Zuschauerraum ordentlich an. Zwischendurch überraschen die Hardrocker auch mit kurzen Swingeinlagen, die die harten Passagen angenehm auflockern.

Zweiter Finalist ist „Own Blindness“, und der baut vor allem auf die charakteristische Stimme seines Sängers - und auf die soliden Backgroundvocals des Rests der Band. Ansonsten setzt die Band auf die festen Größen des Classic Rock: Powerchords, eingängige Riffs und immer mal wieder ein kleiner Stilwechsel.

Außergewöhnlichste Band gewinnt

Weiter geht’s mit Diversity Zero, die sich genauso dem knallharten Rock widmen. Und auch hier sind die Powerchords und Distortion-Effekte der große Star. Dem Publikum gefällt’s, genauso wie die gelegentlich eingestreuten Lieder mit deutschen Texten. Hin und wieder lässt sich die Band aber auch zu sanfteren, melodischeren Passagen hinreißen – eine willkommene Abwechslung.

Schlusspunkt des Abends und des Rock’n Rollators 2019 ist die Combo „Monkeys in your Head“, sicherlich die außergewöhnlichste Band des Abends. Zwischen Rock, Fusion und Krautrock hangeln sich die Musiker von einem musikalischen Ast zum nächsten. Dank Keyboards und Synthies erweitert die Band ihren musikalischen Horizont um eine weitere Klangfarbe und besticht vor allem mit komplexeren Harmoniefolgen und dem gelegentlichen Taktartwechsel, der das Publikum auch weiterhin die Ohren spitzen lässt.

Sehr verdient gewinnt „Monkey in your Head“ deshalb auch den Rock’n Rollator - übrigens einstimmig, sowohl nach Jury- als auch nach Publikumsentscheidung.

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