Albert-Schweitzer-Grundschule

Kinderschutzbund kritisiert Umbaupläne für die Grundschule

Die Elterninitiative „Bildung braucht Platz“ gegen die Umbaupläne der Stadt für die Albert-Schweitzer-Grundschule bekommt Unterstützung vom Kinderschutzbund.

Foto: Lars Fröhlich/Archiv

Die Elterninitiative „Bildung braucht Platz“ gegen die Umbaupläne der Stadt für die Albert-Schweitzer-Grundschule bekommt Unterstützung vom Kinderschutzbund. Foto: Lars Fröhlich/Archiv

Duisburg-Huckingen.   Die Elterninitiative gegen den Umbau der Albert-Schweitzer-Grundschule bekommt Unterstützung vom Kinderschutzbund. Der kritisiert zwei Punkte.

Die Elterninitiative „Bildung braucht Platz“, die den Umbau der Albert-Schweitzer-Grundschule verhindern will, hat einen prominenten Unterstützer gefunden: Auf ein Anschreiben der Elterninitiative hin äußert sich der Kinderschutzbund mit seinem Duisburger Ortsverband kritisch zu den Plänen der Stadt.

Zwei Dinge findet dessen Vorsitzende Gerhild Tobergte „besonders beunruhigend“: zum einen, dass die Nachmittagsbetreuung ihre bisherigen Räume verlieren soll; zum anderen, dass der Schulhof verkleinert werden soll.

Die Räume der Nachmittagsbetreuung sollen wegfallen

Die Nachmittagsbetreuung für rund 200 Kinder findet bisher in eigenen Räumen statt. Diese sollen wegfallen, die Betreuung künftig in Klassenräumen organisiert werden. Gerhild Tobergte vom Kinderschutzbund kritisiert das.

In ihrem Antwortschreiben, das die Elterninitiative bei Facebook öffentlich eingestellt hat, kritisiert sie, „dass die Kinder ihre Freizeit in dem räumlichen Umfeld verbringen, das sich für sie primär mit Lernen und Leistung assoziiert. Die Räume verbinden sich für die Kinder nicht mit der Erfahrung von Entspannung und Freisein von Verpflichtungen, sondern vorrangig mit dem Gefühl des Gefordertseins. Abschalten und Auftanken, Loslassen und zweckfreies Spiel erfordern aber ein Umfeld, das diese Fähigkeiten unterstützt.“

Kritik an der geplanten Verkleinerung des Schulhofs

Auch die geplante Verkleinerung des Schulhofs stößt bei Tobergte auf Widerspruch. „Ein Außenbereich, der den Kindern genügend Raum zum Toben und Rennen bietet, sollte eine Selbstverständlichkeit sein“, schreibt sie. Anhand der Skizze des Schulhofs, wie er künftig gestaltet sein soll, blieben ihr „begründete Zweifel, dass diese Möglichkeit erhalten bleibt“.

Die Stadt argumentiert hingegen, der derzeitige Schulhof sei besonders groß: Rechnerisch stünden mehr als 16 Quadratmeter Platz pro Schüler zur Verfügung; vorgeschrieben seien nur zwei. Auf einem Teil des bisherigen Schulgeländes plant die Stadt Wohnbebauung.

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