Bildung

Kampfkunst zur Konzentrationsförderung an der Sternenschule

Frank Hollenberg ist Taiwan Do Lehrer und unterrichtet die Kinder der Sternenschule in dieser Kampfkunst.

Frank Hollenberg ist Taiwan Do Lehrer und unterrichtet die Kinder der Sternenschule in dieser Kampfkunst.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Huckingen.   An der Huckinger Sternenschule lernen Jungen und Mädchen in einem Kurs Taiwan Do. Der Sport wirkt sich positiv auf Entwicklung der Kinder aus.

Das Selbstbewusstsein stärken und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen: Jungen und Mädchen der Sternenschule haben die asiatische Kampfkunst Kung Fu Wu Shu nach dem Taiwan-Do-Prinzip für sich entdeckt. Neben Meditation, Atemtechnik und Selbstverteidigungskombinationen dürfen beim Training in der Turnhalle natürlich auch Spiele nicht fehlen. Seit etwa einem halben Jahr bietet Frank Hollenberg, 7. Toan (Meistergrad), an der Privatschule einen Kurs des ganzheitlichen Trainings an. Rund 15 Kinder sind dabei – und restlos begeistert.

Ganz schön außer Atem sind die Grundschüler nach dem Aufwärmprogramm. Laufen, Hüpfen, Kräftigungsübungen. Dann stehen Verteidigungskombinationen auf dem Programm, die Kinder üben, wie man blockiert und wie man einen Fauststoß ausführt. Dann folgt das Thema Bewegungsform. An diesem Tag lernen die Steppkes die ersten zehn Bewegungen der Drachenkata, einer komplizierten Bewegungsform, die die Verteidigung gegen mehrere Gegner simuliert. Hollenberg führt die einzelnen Bewegungen vor, die Kinder staunen, probieren es dann selbst – und siehe da: Nach einigen Wiederholungen sehen die Schläge und Tritte der Kleinen gekonnt aus.

Selbstbewusster und weniger Angst

Die neunjährige Paulina ist ganz begeistert von dem Kurs: „Ich fühle mich stärker und selbstbewusster“, sagt sie. „Ich habe nicht mehr so viel Angst, wenn ich mit der Bahn unterwegs bin“, erklärt sie. Der achtjährige Ben freut sich immer besonders, wenn Partnerübungen trainiert werden und wenn die ganze Gruppe mit vollem Einsatz dabei ist. Kumpel Davin mag Action. „Ich liebe das Training. Was wir hier lernen, ist sehr spannend“, sagt er.

Nicht nur das. Hollenberg, der seit 1992 in Oberhausen eine Taiwan-Do-Akademie leitet, ist überzeugt, dass sich das Training positiv auf den Alltag und die Entwicklung der Kids auswirkt. „Regelmäßig trainiert, hat Taiwan Do eine ausgleichende und stressabbauende Wirkung. Die Kinder fühlen sich wohler in ihrer Haut und sind belastbarer für den manchmal sehr stressigen Alltag“, findet er. Das Training ziele unter anderem auf eine Verbesserung der Atmung mit Atemübungen im Hinblick auf ein entstehendes Gesundheitsbewusstsein ab, um so einen emotionalen Ausgleich zu erreichen. Tatsächlich führen die Kinder keine Bewegung beim Training ohne bewusste Atmung aus. Weitere wichtige Faktoren seien Haltung und Konzentration. „Haltungsübungen, die sich positiv auf die innere Haltung, also die Einstellung auswirken, gehören ebenso dazu, wie Konzentrationsübungen als Voraussetzung, um einen Lernprozess einzuleiten“, so Hollenberg.

Den Kids sind die positiven Auswirkungen des Trainings anzumerken. Sie sehen konzentriert zu, befolgen alle Anweisungen und geben ihr Bestes. Und sie freuen sich schließlich auch über ein Spiel. Bei „Hase und Jäger“, einem Fangenspiel, bei dem sie durch die ganze Turnhalle rennen, powern sie sich vollends aus.

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