Wohnen

Kaiserswerther Straße: vor allem Senioren als Interessenten

Am 1. März ziehen die ersten Mieter in das kernsanierte Gebäude an der Kaiserswerther Straße ein.

Foto: Lars Heidrich

Am 1. März ziehen die ersten Mieter in das kernsanierte Gebäude an der Kaiserswerther Straße ein. Foto: Lars Heidrich

Duisburg-Huckingen.   Im ehemaligen Asylbewerberheim an der Kaiserswerther Straße sind 27 barrierearme Wohnungen entstanden. Bis März soll alles fertig sein.

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Altersgerechte Wohnungen sind im Duisburger Süden bisher Mangelware. Das könnte sich demnächst ändern. An der Kaiserswerther Straße ziehen bereits am 1. März die ersten Mieter in Wohnungen ein, die langfristig für ältere Menschen geeignet sind. Das ehemalige Heim für Asylbewerber ist komplett saniert worden. Entstanden sind hier 27 barrierearme Wohnungen, zu erreichen mit dem Aufzug.

75 Prozent der Wohnungen sind bereits vermietet. Vor allem die kleineren Objekte (51 Quadratmeter) waren im Nu vergeben. Jetzt sind vor allem noch die großen 80 Qua­dratmeter-Wohnungen zu haben. Tatsächlich haben sich vor allem ältere Menschen für die Wohnungen interessiert – obwohl der Mieterkreis keineswegs auf Senioren beschränkt werden sollte. Die Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen sind auch für Familien mit Kind geeignet – bisher hat aber wohl noch niemand aus dieser Zielgruppe Interesse signalisiert.

Bus, Ärzte und Supermarkt sind gut zu erreichen

Die meisten der künftigen Mieter sind alleinstehend. Viele von ihnen wohnen bereits im Stadtteil und wollen dort bleiben. Die Infrastruktur passt. Mehrere Supermärkte sind fußläufig zu erreichen, eine Bushaltestelle ist quasi vor der Tür, auch Ärzte sind unmittelbarer Umgebung.

Die Tatsache, dass in dem Gebäude bis zu 136 Asylbewerber gelebt haben, habe bei der Vermarktung keine Rolle gespielt, heißt es aus dem Maklerbüro „Unsermakler“, das das Objekt vermietet. Anfangs hatte man dies befürchtet, so eine Mitarbeiterin. Aber das sei kein Thema für die Mietinteressenten gewesen. „Bis auf das rohe Fundament ist alles raus, mit der gesamten Infrastruktur. Das ist wie ein Neubau“, so Makler Dieter Müller. Tatsächlich ist das Haus kaum wiederzuerkennen. Es entspricht nun der Energieeffizienzklasse kfW 55.

Ein Jahr lang wurde das Gebäude saniert

Ein Geschäftsmann aus Moers hat die Immobilie an der Ecke Kaiserswerther/Mündelheimer Straße 2016 von der Stadt gekauft und ein gutes Jahr lang saniert. Bis auf eine kleine Schwelle vom Wohnzimmer zu den neu angebauten Balkonen sind die Wohnungen jetzt barrierefrei, die Duschen sind bodengleich, die Türen breit. Dennoch ist das Haus nicht als rollstuhlgerecht eingestuft. Dazu müsste der Vermieter eine Vielzahl von Normen einhalten. Es müsste zum Beispiel ein Rollstuhlabstellplatz vor der Wohnung in einer Mindestgröße von 1, 50 mal 1,80 Meter vorhanden sein.

Ein Hausmeister wird sich um das Objekt kümmern, er ist allerdings nicht ständig vor Ort. Laut Maklerbüro wäre ein Hausmeister bei einer Immobilie dieser Größenordnung nicht ausgelastet. Davon abgesehen, treibe ein stationärer Hausmeister die Mietkosten in die Höhe.

Man ist zuversichtlich, dass im März bis auf die Außenanlagen alles fertig sein wird. Auf dem Grundstück werden 27 Pkw-Stellplätze und eine Fahrradgarage angelegt. Auch Strom für E-Autos und E-Bikes soll installiert werden. Der Rest der Außenanlage wird begrünt. Die Kaltmiete beginnt bei 420 Euro für 51 Quadratmeter.

<<< ZWEI WEITERE SENIOREN-WOHN-PROJEKTE

43 altersgerechte Wohnungen sollen ab September an der Düsseldorfer Landstraße 153 gebaut werden. Der Großteil wird als Eigentumswohnungen vermarktet. 14 barrierefreie Wohnungen zwischen 70 und 110 Quadratmetern sind zu vermieten. Die Kaltmiete beträgt 9,90 Euro bis zu 11,50 Euro für die Penthouse-Wohnung.

Das dritte Projekt am Gesundheitszentrum Sittardsberg soll angeblich in diesem Frühjahr starten. Der Baubeginn wurde bereits um mehr als ein Jahr verschoben. Eigentlich sollte bereits 2016 gebaut werden. Doch Rentamed, der Investor des Zehn-Millionen-Euro-Projekts, musste nachbessern, beim Zuschnitt der Parkplätze und der beiden Gebäude. Es sollen knapp 50 Wohnungen entstehen, nach der Änderung drei weniger als ursprünglich geplant.

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