Verkehr

Halteverbote vor Schulen gelten auch in den Ferien

Die Albert-Schweitzer-Straße in Duisburg-Süd: Hier gilt vor der Schule ein Halteverbot.

Die Albert-Schweitzer-Straße in Duisburg-Süd: Hier gilt vor der Schule ein Halteverbot.

Foto: WAZ

Huckingen.   An der Albert-Schweitzer-Straße in Duisburg-Huckingen wird es oft eng. Hier gilt zum Teil auf beiden Seiten ein Halteverbot. Die Regelung wurde eingeführt, um Schüler zu schützen. Warum auch in den Ferien, fragen Anwohner? Die Stadtverwaltung hält eine flexible Regelung für zu aufwändig.

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In der Albert-Schweitzer-Straße ist es ruhig in dieser Woche. Kein Hupen, kein Drängeln und keine Kinder. Die Schule hat geschlossen. Für die Anwohner sind Parkplätze trotzdem Mangelware. Das Halteverbot vor der Schule gilt auch in den Ferien. Die Nachbarn finden das gar nicht gut.

„Wir könnten diese Parkplätze gut gebrauchen“, sagt Carmen Stagginnus. Es werde häufig eng in dem Wohngebiet zwischen Angerbach und Bruchgraben. Es gibt nur wenige offizielle Parkplätze. In der Straße gilt einseitig, an manchen Stellen sogar beidseitig Halteverbot für alle Autofahrer.

Wie vor vielen anderen Schulen auch hat die Stadt vor einigen Jahren in der Albert-Schweitzer-Straße zusätzliche Schilder aufstellen lassen. Das Halteverbot zwischen 7 und 16 Uhr soll die Kinder auf dem Weg zur Schule schützen. Es soll ja kein Kind unter die Räder kommen. Die Anwohnerin sagt: „Ich bin ja immer für die Sicherheit der Kinder. Aber wenigstens in den Ferien könnte man diese Parkplätze doch für uns freigeben.“

Hoher technischer Aufwand

Ganz so einfach scheint die Lösung des Problems nicht zu sein: „Die gute Idee zum Halteverbot an der Albert-Schweitzer-Straße scheitert leider an der Straßenverkehrsordnung beziehungsweise am hohen technischen Aufwand“, sagt Stadtsprecherin Jennifer Graefe. „In der Straßenverkehrsordnung gibt es kein Schild, was eine solche Ausnahme vom Halteverbot in den Ferien regelt.“

Auch technisch sei eine Ausnahmeregelung außerhalb der Ferien nur schwer vorstellbar: „Zudem sind die Ferientermine keine festen, wiederkehrenden Termine“, sagt Graefe. Die Stadt müsste dann ausrücken und jedes Schild einzeln umhängen oder abdecken, „was vom Aufwand her nicht zu bewältigen ist“.

Besonders erfolgreich scheint das Halteverbot übrigens auch außerhalb der Ferien nicht zu sein. Während in der Mittagszeit Schüler aus der Grundschule an der Albert-Schweitzer-Straße nach Hause stürmen, stehen Mütter mit laufendem Motor in Warteposition im Halteverbot. Sobald Kinder eingestiegen sind, brausen die Familienkutschen los. „Wo sollen wir sonst warten“, sagt eine wartende Mutter. „Hier ist so viel Platz für Parkplätze. Man könnte doch etwas bauen.“ Mit Blick auf die Anwohner sagt die Mittdreißigerin: „Die sollen sich doch auch einfach hier hinstellen.“

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