Umwelt

Grüne fordern: Baumfällungen am Dickelsbach sofort stoppen

Zahlreiche Anwohner protestieren gegen die Baumfällungen am Duisburger Dickelsbach. Einige der 130 Baumstämme sind links zu sehen. 

Zahlreiche Anwohner protestieren gegen die Baumfällungen am Duisburger Dickelsbach. Einige der 130 Baumstämme sind links zu sehen. 

Foto: Leyla Jouvana Hohmann

Duisburg-Wedau.  130 Bäume mussten am Dickelsbach weichen, damit der Bach renaturiert werden kann. Die Grünen fordern: Arbeiten stoppen und Alternativen prüfen.

Die Grünen kritisieren die Rodungen am Dickelsbach, wo die Wirtschaftsbetriebe in dieser Woche 130 Bäume gefällt hatten, um den Bachlauf zu renaturieren.

„Der Protest der Anwohner ist völlig gerechtfertigt,“ sagt Sebastian Ritter, stellvertretender Bezirksbürgermeister im Duisburger Süden. Die Bäume seien „ohne Beteiligung der Bezirksvertretung gefällt“ worden. Dieses Vorgehen sei „völlig intransparent“, zudem sich auch die Anwohner nicht ausreichend informiert fühlten. Seine Forderung: „Die Arbeiten müssen gestoppt werden, bis die Bezirksvertreter über die geplanten Maßnahmen informiert und mögliche Alternativen diskutieren werden konnten.“

Grüne finden Baumfällungen am Duisburger Dickelsbach „nicht nachvollziehbar“

Anna von Spiczak, Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion und deren umweltpolitische Sprecherin, erklärt: Warum für die Renaturierung des Bachlaufs 130 Bäume „gefällt werden müssen, ist nicht nachvollziehbar.“ Die Stadtverwaltung müsse „in der Lage sein, die örtlichen Gremien zu beteiligen und beim Gewässerschutz auch Natur- und Artenschutz im Blick zu behalten.“ Sie erneuert die Forderung der Grünen nach einem eigenen Umweltdezernat für Duisburg.

Die Wirtschaftsbetriebe begründen die Maßnahme am Dickelsbach mit einer EU-Richtlinie, nach der das Gewässer, das sich in einem ökologisch schlechten Zustand befinde, verbessert werden müsse.

[Nichts verpassen, was in Duisburg passiert: Hier für den täglichen Duisburg-Newsletter anmelden.]

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben