Straßenbau

Großeinsatz am künftigen Autobahnkreuz Duisburg-Süd

Großbaustelle A 524. Zur Zeit werden in Höhe des Autobahnkreuzes Duisburg Süd neue Brücken und breitere Fahrbahnen vorbereitet.

Foto: Tanja Pickartz

Großbaustelle A 524. Zur Zeit werden in Höhe des Autobahnkreuzes Duisburg Süd neue Brücken und breitere Fahrbahnen vorbereitet. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Süd.   A 524-Ausbau: Drei neue Brücken - breitere Fahrbahnen - Lärmschutz. Und eben fertig gestellte Mittelstreifen, die schon wieder abgerissen werden.

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Beachtliche Erdhügel türmen sich hinter der Auffahrt Huckingen. Baufahrzeuge bewegen schwerfällig Schaufeln und Walzen. Und ein Mittelstreifen, gerade erst aufgebaut, wird schon wieder abgerissen, jedenfalls teilweise. So sieht’s zur Zeit auf der Großbaustelle rund um das Autobahnkreuz Duisburg-Süd aus.

Rund 60 Bauarbeiter und Ingenieure sind dort unterwegs. Drei neue Brücken müssen gebaut, die Ausfahrt Huckingen erneuert und die Fahrbahnen der alten B 288 auf Autobahnbreite gebracht werden.

„Gerade erst gebaut, und schon wieder abgerissen. Was soll das?“

Parallel werden die Lücken bei den Lärmschutzwänden Richtung Rahm geschlossen. In diesem Zusammenhang wurden letzte Woche auf einer Länge von 120 Metern die neuen Betonschutzwände auf den Mittelstreifen entfernt. Eine Verschwendung, wie Leser Klaus Czymai meint: „Gerade erst gebaut, und schon wieder abgerissen. Was soll das?“, Die Redaktion konfrontierte Marco Korte, Baustellenmanager von Straßen NRW, mit dieser und anderen Fragen.

„Wir müssen die Betonschutzwände entfernen, um eine Mittelstreifenüberfahrt einzurichten“, sagt Korte. Diese Überfahrt ist notwendig, um den Verkehr während der Bauarbeiten an den Lärmschutzwänden in Höhe der Kaffeehött auf die andere Fahrbahnseite zu führen.

„Es ist wirtschaftlicher, die Betonschutzwände komplett durchzuziehen“

Zunächst muss die Kaffeehött-Brücke verstärkt werden. Denn die neuen Lärmschutzwände, die die alten, wesentlich kleineren Wände ersetzen, brauchen einen tragfähigen Untergrund. Deshalb werden so genannte Stahlbewehrungen in die vorhandenen Betonteile der Brücke implantiert: „Dazu wird die Brücke an einigen Stellen aufgebohrt“, erklärt Korte. Anschließend können die neuen, höheren Wände aufgesetzt werden. Bis Sommer 2018 soll der Lärmschutz fertig sein.

Soweit kann der Laie folgen. Doch warum hat man auf den 120 Metern in Höhe der Kaffeehött nicht solange die alten Absperrungen auf Blech stehen lassen? „Es scheint unverständlich. Doch es ist wirtschaftlicher, die Betonschutzwände komplett durchzuziehen“, erklärt der Fachmann. Es käme teurer, einen Übergang von Beton zu Blech zu schaffen, der tatsächlich verkehrssicher sei.

Sperrungen bleiben die Ausnahme

Ein Stück weiter in Richtung Autobahnkreuz werden die Erdarbeiten für die Brücken über den Angerbach, die alte B 8 und die Bahnstrecke vorbereitet. Straßen NRW übernimmt dabei die Überwachung der Baustelle. Vermesser stellen sicher, dass die Trassen auch tatsächlich richtig angelegt werden, es wird kontrolliert, ob auch die erforderliche Menge Stahl verarbeitet wird, um ein Desaster wie beim Kölner U-Bahn-Bau zu verhindern. Tiefbaufirmen führen die Arbeiten aus.

Bis Ende 2020 soll alles fertig sein. Allenfalls anhaltender Frost könnte die Arbeiten behindern, denn bei Minusgraden kann kein Beton gegossen werden. Sperrungen wie in der vergangenen Woche an der Auffahrt Huckingen sollen jedenfalls die Ausnahme bleiben.

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