Inklusion

Ferienprogramm im Duisburger Süden fördert Inklusion

Sich kennen lernen und gemeinsam etwas unternehmen. Beim Ferienprogramm für behinderte und nicht behinderte Kinder ist das möglich.

Foto: Uwe Anspach

Sich kennen lernen und gemeinsam etwas unternehmen. Beim Ferienprogramm für behinderte und nicht behinderte Kinder ist das möglich. Foto: Uwe Anspach

Duisubrg-Hüttenheim.   Behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche können im Regionalzentrum Süd gemeinsam die Osterferien verbringen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein Programm für behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche soll in der ersten Osterferienwoche im Regionalzentrum Süd an der Mündelheimer Straße 117 stattfinden. Organisiert wird es von Pro Viva, einem freien Träger in der Kinder- und Jugendpflege mit einen Inklusionsbüro in Marxloh, in Kooperation mit dem Jugendamt.

Das städtische Jugendzentrum setzt schon seit einiger Zeit Inklusion um, zuvor in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe oder regelmäßig bei einem Fußballturnier. Hinrich Köpcke, stellvertretender Leiter des Jugendamtes, hält es für wichtig, niemanden zu separieren. Das Problem, so Janine Herrmann von Pro Viva, sei es, die Zielgruppe auf Projekte wie dieses aufmerksam zu machen: „Viele Eltern behinderter Kinder wissen nichts davon“. Andererseits haben Eltern nicht behinderter Kinder mitunter Berührungsängste. Dabei gingen Kinder viel offener mit einer Behinderung um, so die Erfahrung von Herrmann: „Kinder sind viel direkter. Die fragen einen Rollstuhlfahrer, warum er im Rollstuhl sitzt.“ Nach ihrer Erfahrung erzählen die meisten Rollifahrer dann auch ganz unbefangen ihre Geschichte.

„Wir haben das Programm bewusst offen gelassen“

Sie hofft, dass sich durch Begegnungen beim Ferienprogramm der Blickwinkel der nicht behinderten Kinder ändert. Dass das Verständnis für einander gestärkt wird. Und die Kinder ganz konkret mitbekommen, dass eine wenige Zentimeter hohe Schwelle eine Barriere sein kann, wenn man im Rollstuhl sitzt.

Ein genaues Programm für die Osterferien gibt es nicht. Nur soviel: Es geht auch um Ostereier. „Wir haben das Programm bewusst offen gelassen, um auf die Teilnehmer eingehen zu können. Wir müssen schauen, wer kommt. Dabei geht es auch um den Grad der Behinderung“, heißt es von Pro Viva.

Offene Jugendarbeit läuft ab 13 Uhr

Es kümmern sich zwei Betreuer um eine Gruppe von sieben bis 17 Teilnehmern im Alter von sechs bis 17 Jahren, jeweils von 9 bis 16 Uhr. Im Regionalzentrum steht ihnen ein Raum zur Verfügung. Bei gutem Wetter soll sich auch einiges auf dem Außengelände abspielen.

„Draußen trifft man sich dann sowieso“, meint Stephan Nitschke, Leiter des Regionalzentrums. Er befürwortet gemeinsame Aktivitäten. Wenn es passt, könne die Feriengruppe auch an Aktivitäten der offenen Jugendarbeit teilnehmen, etwa an einen Ausflug ins Bahia Bad in Bocholt.

Ab 13 Uhr ist das Regionalzentrum in den Ferien für alle geöffnet. Ein festes Betreuungsangebot wie zu Zeiten der Kooperation mit dem Sportbund wird - abgesehen vom Inklusionprogramm - in den Osterferien nicht mehr angeboten.

>>>> Anmeldeschluss am Freitag

Bis Freitag, 9. März, kann man sich für das Inklusions-Ferienprogramm vom 26. bis 30. bei den Kursleiterinnen Petra Droll oder Sarina Seehars anmelden: Telefon 0203-98579180, p.droll@pro-viva-gmbh.de

Teilnahmegebühr pro Tag: 10 €. Eine Betreuungspauschale für Behinderte von 70 €/Tag wird von der Pflegekasse gezahlt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik