Kunst

Gemälde illustrieren Bibel-Verse in Ungelsheimer Ausstellung

Gerhard Tersteegen (links) im Gespräch mit Pfarrer Rainer Kaspers von der Auferstehungsgemeinde bei der Ausstellungseröffnung.

Foto: Zoltan Leskovar

Gerhard Tersteegen (links) im Gespräch mit Pfarrer Rainer Kaspers von der Auferstehungsgemeinde bei der Ausstellungseröffnung.

DUisburg-Ungelsheim.   Die Ausstellung „Begegnungen“ von Gerhard Tersteegen zeigt farbenprächtige Interpretationen von Bibelversen – mit einer speziellen Besonderheit.

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Gerhard Tersteegens Gemälde sind beeindruckend. Davon konnten sich die Besucher der Ausstellungseröffnung am Sonntag im Gemeindezentrum der Evangelischen Auferstehungskirche in Ungelsheim überzeugen. Wer nicht da war: Die Illustrationen von biblischen Szene unter dem Titel „Begegnungen“ sind noch bis Oktober zu sehen.

„Ich hatte immer schon einen tiefen Bezug zur Malerei, habe schon in jungen Jahren damit angefangen“, sagt der 74-jährige Maler anlässlich der Eröffnung. Sein Beruf als Lehrer brachte es mit sich, dass er auch mit Kunstpädagogik befasst war. Eine klassische Kunstausbildung in Sachen Malerei hat Tersteegen aber nie durchlaufen.

Der Künstler hat bisher mehr als 400 Bilder geschaffen

18 seiner farbenfrohen Acryl-Gemälde sind im Kirchensaal ausgestellt, alle Motive beziehen sich dabei auf Bibelverse. Das gilt auch für die meisten seiner mehr als 400 Bilder, die der Herner bisher geschaffen hat. „Biblische Themen haben mich immer schon fasziniert und mich bewogen, diese künstlerisch umzusetzen“, schildert Tersteegen seine Beweggründe.

Der Maler trägt nicht nur den Namen des bedeutenden Kirchenlieddichters vom Niederrhein, sondern gehört auch weitläufig zu der familiären Linie, wie er auf Nachfrage einer Ausstellungsbesucherin bestätigt. Dass Tersteegen durch seine spätere Ehefrau, die Verbindungen nach Israel hatte, auch die Orte kennen lernte, die im Mittelpunkt seines Schaffens stehen, erweist sich für ihn als Glücksfall. „Ich war bestimmt schon mehr als 20 mal in Israel, habe in Tel Aviv und in einem christlichen Kibbuz in Nes Ammim ausgestellt.“

Tersteegens Bilder zeigen Menschen ohne Gesichter

Neben den starken Farben zeichnen die Bilder des früheren Lehrers eine weitere Besonderheit aus: Bei den abgebildeten Menschen sind keine Gesichter zu erkennen. Ter­steegens Erklärung: „Ich weiß ja nicht, wie die Leute damals ausgesehen haben. Außerdem kann sich so jeder in den Personen wiedererkennen.“ Diese Art der Malerei kommt ihm außerdem bei Ausstellungen in Räumen mit jüdisch-religiösem Bezug entgegen: „Dort sind Darstellungen aus der Bibel mit erkennbaren Gesichtern ein absolutes No-Go.“

Besucherin Hildegard Cervik nimmt sich Zeit, die ausgestellten Gemälde in Ruhe zu betrachten: „Das sind schöne, kräftige Farben. Man spürt, dass der Künstler sich mit dem jeweiligen Thema stark beschäftigt hat.“

Ans Aufhören denkt Gerhard Tersteegen noch lange nicht. Den Grund benennt er so: „Es gibt doch noch so viel Motive. Die Bibel ist doch unerschöpflich.“

<<< DIE AUSSTELLUNG BESUCHEN

Die Ausstellung „Begegnungen“ von Gerhard Tersteegen ist noch bis Sonntag, 7. Oktober, geöffnet.

Während der Öffnungszeiten des Familienzentrums können Interessierte die Ausstellung jederzeit besuchen: Diese sind Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Blankenburger Straße 103 a.

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