100. Geburtstag

Frieda Mader feiert den 100. Geburtstag – und ist noch fit

Party mit Krönchen: Frieda Mader feiert am heutigen Freitag, 6. September, ihren 100. Geburtstag.

Party mit Krönchen: Frieda Mader feiert am heutigen Freitag, 6. September, ihren 100. Geburtstag.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg-Mündelheim.  Noch immer lebt die Mündelheimerin in ihrer eigenen Wohnung – im dritten Stock. Emporzulaufen ist Mader als begeisterte Bergwanderin gewohnt.

Frieda Mader zählt nun zum Kreise der Hundertjährigen in Duisburg. Am Freitag feiert sie ihren Ehrentag groß im Tagespflegeheim in Mündelheim mit Freunden und Familie. Zu ihrem 100. Geburtstag bekommt sie viele Blumen und „einen Fresskorb“ wie sie sagt. „Was soll man mir auch mit 100 noch groß schenken? Ich hab doch alles!“

Ursprünglich kommt Frieda Mader aus Gottesberg im ehemaligen Schlesien. 1950 zog sie zu Verwandten nach Duisburg und begann in einer Eisenfabrik zu arbeiten. Wenig später hat sie hier ihren Mann kennen gelernt und ist geblieben. Seit dessen Tod 1985 lebt die Jubilarin alleine in ihrer Wohnung – in der dritten Etage, ohne Aufzug. „Das ist immer ein Frust“, sagt sie, aber so lange es geht, will sie dort wohnen bleiben. „Die Treppen sind dann mein Training.“

Bergwandern und Radfahren

Überhaupt war Mader ihr Leben lang sehr sportlich. Zeitweise sei sie 30 Kilometer mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Ihr großes Hobby war aber das Bergwandern. In den Urlaub ging es dann nach Österreich oder die Schweiz. Und dann musste sie auch immer bis auf die Bergspitze hinauf: „Auf dem Gipfel gab es immer ein Buch, wo man sich eintragen konnte.“ Das war ihr Ansporn. Wenn ihre Begleiter nicht mehr weiter wollten, ist Frieda Mader alleine rauf.

Auch jetzt ist die Jubilarin noch sehr fit. Während ihrer Feier unterhält sich Mader angeregt über die Landtagswahlen in Ostdeutschland: „Es ist schade, dass die SPD abgefallen ist“, bedauert sie. „Wenn ich jünger wäre, würde mich das noch viel mehr interessieren, weil ich dann ja noch viel länger damit leben müsste.“

Auch darüber, dass Bürgermeister Sören Link nicht persönlich gratuliert, ist sie etwas enttäuscht. „Ich habe extra geübt, ihn zu begrüßen und zu winken“, sagt sie. Für ein Foto soll Frieda Mader dann doch noch einmal winken. „Die machen mich hier zum Otto“, sagt sie lachend und winkt gut gelaunt in die Kamera.

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