Schule

Erste Grundschule in Duisburg bekommt ein eigenes Labor

Ein Drehtürmodell, um leistungsstarke Schüler zu fördern, gibt es an der Sternenschule schon. Bald soll ein Labor dazu kommen.

Ein Drehtürmodell, um leistungsstarke Schüler zu fördern, gibt es an der Sternenschule schon. Bald soll ein Labor dazu kommen.

Duisburg-Hüttenheim.   Die Sternenschule wird Duisburgs erste Grundschule mit einem eigenen Labor. Kosten: 150.000 Euro. Die Privatschule bekommt dafür Geld vom Staat.

Ein Labor für eine Grundschule: Das ist alles andere Standard. Die private Sternenschule Duisburg wünscht sich eines zur Erweiterung ihres naturwissenschaftlichen Angebots. Und: Dank des Programms mit dem sperrigen Namen Kommunalinvestitionförderungsgesetz (KInFöG II) ist jetzt auch das Geld dafür da. Kosten soll das neue Labor etwa 150.000 Euro. Die Sternenschule wird damit die einzige Grundschule in ganz Duisburg, die über ein eigenes Labor verfügt.

Für ein besseres Verständnis der Naturwissenschaften

Bisher hat die Sternenschule kein Labor. Sie möchte mit der neuen Einrichtung vor allem das Fach Sachkunde und die Forscher AG stärken. Aber auch außerhalb von Unterricht und AG soll das Labor als eine Art Multifunktionsraum von allen Klassen genutzt werden können. Ziel des Labors ist laut Schule ein besseres Verständnis von Naturwissenschaften bei den Grundschülern. Das sei beim Übergang auf eine weiterführende Schule von Vorteil.

Wie genau das Labor gestaltet sein soll, dazu gibt es noch keine Angaben. „Die Umsetzung der Baumaßnahmen obliegt alleine dem Antragsteller“, erklärt Stadtsprecherin Gabi Priem. Der Antragsteller, das ist in diesem Fall die BiSa Bildungs- und Schulakademie, war für einen Kommentar zu den Bauplanungen allerdings trotz mehrfacher Anfragen nicht zu erreichen.

Das Labor dürfte rund 150.000 Euro kosten

Die finalen Kosten des Vorhabens sind noch nicht in Stein gemeißelt, das Kostenvolumen beläuft sich aber wohl auf 150.000 Euro. „Sobald die Planungsleistungen von der Schulleitung ausgeschrieben und vergeben wurden, wird die konkrete Kostenkalkulation erarbeitet“, erklärt Gabi Priem. Obwohl die Sternenschule in privater Trägerschaft ist, ist sie berechtigt, staatliche und kommunale Förderung zu empfangen. „Die Finanzhilfen des Bundes nach dem KInFöG II für Maßnahmen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur sind ausdrücklich trägerneutral vorgesehen, das heißt, auch nicht-kommunale Träger werden gefördert“, erklärt Stadtsprecherin Priem.

Kein Neubau – WC-Anlagen werden umgebaut

Was schon feststeht: Einen Neubau braucht das Labor nicht. Stattdessen will die Schule nach Angaben der Stadt die WC-Anlagen und einen bisher als Abstellraum genutzten Raum umbauen.

Und wenn die WC-Anlagen schon umgebaut werden: Ein neues Behinderten-WC soll den momentan zwei Inklusionsschülern barrierefreien Zugang und mehr Selbstständigkeit innerhalb der Schule bieten.

Die Sternenschule ist die einzige bilinguale Ganztagsgrundschule in Duisburg. Sie ist eine staatlich genehmigte Ersatzschule. Zurzeit besuchen sie 118 Schüler der Klassen 1 bis 4.

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