Nachwuchsautorin

Erste große Lesung für 17-jährige Huckinger Schriftstellerin

Antonia Wesseling hofft, als nächstes den Sprung zu einem großen Verlag zu schaffen.

Foto: FUNKE Foto Services

Antonia Wesseling hofft, als nächstes den Sprung zu einem großen Verlag zu schaffen. Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg-Mitte/Huckingen.  Die Nachwuchsautorin Antonia C. Wesseling ist 17 Jahre jung. Bücher schreibt sie seit sechs Jahren. Jetzt freut sie sich über ihre erste große Lesung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sie hatte geträumt, dass niemand komme, zu ihrer ersten großen Lesung. Dass sie alleine in der Buchhandlung säße, nur sie und ihr Buch. Diese Angst, das kann man klar sagen, war unbegründet.

Am vergangenen Wochenende sind zahlreiche Zuhörer in der Mayerschen Buchhandlung im Forum erschienen, viel mehr als von Antonia C. Wesseling erwartet. Und trotzdem ist von Aufregung bei der 17-Jährigen nichts zu spüren. Souverän leitet sie ihre Lesung ein, erzählt etwas aus ihrem Werdegang als Autorin. Obwohl die Huckingerin erst nächstes Jahr ihr Abitur macht, hat sie dazu schon einiges zu sagen: „Mit dem Schreiben eines Buches ist es nicht getan“, weiß Toni, wie sie von ihren Freunden und der Familie genannt wird, bereits. Man muss einen Verlag für das Buch finden, und dann sollten es natürlich auch noch Leute kaufen und lesen. „Ich hab’ auch immer gehofft, dass mir etwas einfällt, das dann jemand lesen möchte“, erzählt sie und ist sichtlich begeistert, dass sie aus ihrem neuesten Buch „Die Schablone – ein stiller Thriller“ vorlesen darf.

Antonia C. Wesseling muss vieles nicht ablesen, kennt ihr Buch in- und auswendig

Die Zuhörer sitzen im Halbkreis vor dem kleinen Tisch, an dem die Autorin Platz genommen hat. Sie hat einige Kapitel und Auszüge ausgewählt, die die Zuhörer neugierig machen sollen, aber nicht zu viel von der Handlung verraten – schließlich ist ihr Buch ein Thriller, die Spannung soll bleiben.

Antonia gestikuliert viel, während sie liest, verleiht den Worten so mehr Ausdruck. Sie muss vieles nicht ablesen, sie kennt ihr Buch in- und auswendig, hält stattdessen immer wieder kurz Blickkontakt mit dem Publikum. Die Zuhörer lachen, nicken zustimmend, immer wieder gesellen sich Kunden der Buchhandlung dazu und unterbrechen ihren Bücherbummel für ein paar Minuten. In der Buchhandlung herrscht viel Betrieb, doch die junge Autorin lässt sich davon nicht irritieren, liest mit lauter Stimme aus ihrem Buch vor. Verhaspelt sie sich mal, lacht sie kurz, dann geht es weiter im Text.

Kleine Anekdoten aus dem Leben einer Autorin

Zwischen den Kapiteln gibt Antonia kleine Anekdoten aus ihrem Leben als Autorin zum Besten, wie es bei ihr gelaufen ist, mit der Laufbahn als Schriftstellerin. Sie hat den Vorentwurf des Buchcovers mitgebracht, um zu verdeutlichen, wie viel Arbeit zwischen dem ersten Entwurf und der endgültigen Variante des Buches liegt.

Der Inhalt des Buches besitzt Parallelen zu ihrem eigenen Leben. Der Protagonist des Buches, der Autor Robert, versucht gerade, einen Verlag für sein Buch zu bekommen. Robert, das gibt Antonia zu, ist dabei ihr selbst nicht unähnlich. Wenn sie ihn im Buch beschreibt, merkt man es direkt: Robert ist ehrgeizig, zielstrebig und muss Papier nur riechen, damit ihm neue Ideen kommen. Bei Toni ist es ähnlich, sie schreibt Bücher, seit sie elf Jahre alt ist. In ihrem kleinen Verlag, der auch die „Schablone“ herausgebracht hat, geht alles noch ganz ruhig zu. Doch sie möchte langsam mehr, den Sprung zu einem großen Verlagshaus schaffen: „Ich möchte auf jeden Fall Schriftstellerin werden – einen Plan B habe ich nicht.“

Angaben zum Buch von Antonia C. Wesseling

Antonia C. Wesseling: Die Schablone. Ein stiller Thriller. ISBN 978-1518869518, 9,90 Euro.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik