Ausstellung

Eintauchen in die schöne bunte Lichterwelt im Steinhof

Bunte Lichterwelt in dunklen Dezembertagen. Im Turmzimmer des Steinhofs ist die Ausstellung „The beauty of light in life“ zu sehen. Foto:

Bunte Lichterwelt in dunklen Dezembertagen. Im Turmzimmer des Steinhofs ist die Ausstellung „The beauty of light in life“ zu sehen. Foto:

Foto: Ute Gabriel / Funke Foto Services

Duisburg-Huckingen.   Lichterschau im Steinhof: Installationen von Peter Czaplinski bringen Licht in die dunkle Jahreszeit und Entspannung im Vorweihnachts-Stress.

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Es ist genau die richtige Jahreszeit, um sich von den Lichtinstallationen des Peter Czaplinski bezaubern zu lassen. „The beauty of light in life“ heißt seine Schau im Steinhof, die jetzt ein wenig Licht in die Dunkelheit der Dezembertage bringt.

Das Turmzimmer, der älteste Teil des Steinhofs, ist zunächst zappenduster, einzig vom Kontrolllämpchen am Laptop geht ein schwacher Lichtstrahl aus. In dieser Dunkelheit bietet sich die wunderbare Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und den Vorweihnachts-Stress, den sich viele Mitmenschen selber auferlegen, abzustreifen.

Mineralien und Mosaiksteinchen

Dann startet Czaplinski seine Schau und aus der Tiefe des Raums beginnen Mineralien und Glasmosaiken in strahlendem Rot, Blau und Grün zu glitzern. Das Ganze wird mit Musik unterlegt - keine Sorge, nicht mit wummernden Bässen. Die Atmosphäre bleibt ruhig, Licht und Musik fließen ineinander.

Die Steine sind in dunkelgraue Aluminiumrohre eingearbeitet und werden von unten beleuchtet. Czaplinski hat allein fünf Tage gebraucht, um die Säulen im Steinhof aufzubauen und alles korrekt zu verkabeln.

Der 63jährige, der in Wanheimerort aufgewachsen ist und zuletzt als Projektleiter in einer IT-Firma gearbeitet hat, macht alles selbst - von der Idee bis zur Präsentation. In seinem Arbeitszimmer auf dem Topshof in Krefeld-Uerdingen hat er die Aluminiumsäulen bearbeitet, hat gebohrt, geflext und über als 10 000 Elemente angeordnet. Mit Hilfe eines ITlers von der Uni Essen/Duisburg schrieb er ein Programm, um seine Objekte passend zur Musik in Szene zu setzen.

Unterwasserwelt oder Weltall

Der Aufwand hat sich gelohnt. Während der 20 Minuten langen Schau taucht der Zuschauer in eine andere Welt ein. Mancher stellt sich eine Unterwasserwelt mit leuchtenden Algen und Glitzerfischen vor. Ein anderer assoziiert die Lichter mit dem Weltall, so auch der Schöpfer der Installationen: „Ich hatte immer schon Spaß am Universum“.

Tatsächlich ist auch ein Meteorit in einer Säulen eingearbeitet, ebenso Bernsteine und Kristalle. Die erste Säule entstand im Jahr 2006 aus einer spontanen Laune heraus. Die Erstlingswerke hat Czaplinski ein bisschen verschämt nach hinten gerückt. Die neueren Säule gefallen ihm besser, sie sind ausgefeilter.

Weihnachtsmarkt und Ausstellung miteinander verbinden

Oft tüftelt der kreative Mann, der seit zwei Jahren im Ruhestand ist, bis spät in die Nacht. Geld will er mit seinen Objekten nicht verdienen, die Lichtsäulen sind auch nicht zu kaufen. Er hofft vielmehr, dass seine fantasievollen Installationen die Zuschauer „ein Stück weit entschleunigen“.

Am Wochenende lässt sich ein Bummel über den Weihnachtsmarkt im Steinhof mit einem Besuch der Ausstellung verbinden. Peter Czaplinski will dann die kürzere Version seiner Lichtschau zeigen, die rund zehn Minuten dauert. Es empfiehlt sich übrigens, einen warmen Mantel anzuziehen.

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„The beauty of light in life“ im Steinhof ist bis Sonntag, 11. Dezember, zu sehen. Zu folgenden Zeiten wird die Lichtinszenierung von Peter Czaplinski eingeschaltet: am heutigen Mittwoch und am Donnerstag von 18 bis 21 Uhr, am Freitag von 19 bis 21 Uhr und am Wochenende von 14 bis 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei. Der Künstler verfolgt keine kommerziellen Interessen. Wer will, kann für das Friedensdorf Oberhausen spenden. Weitere Informationen zu den Arbeiten von Peter Czaplinski unter www.topsleuchten.de

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