Erziehung

SPD-Landtagschef Kutschaty zu Gast in Duisburger Kita

Im Freizeit-Look besuchten die Politiker Thomas Kutschaty (li.) und Sarah Philipp(Mi.) mit Vertretern der Lebenshilfe Duisburg die inklusive Kita Waldwichtel . Foto: Udo Gottschalk / FUNKE Foto Services

Im Freizeit-Look besuchten die Politiker Thomas Kutschaty (li.) und Sarah Philipp(Mi.) mit Vertretern der Lebenshilfe Duisburg die inklusive Kita Waldwichtel . Foto: Udo Gottschalk / FUNKE Foto Services

Duisburg-Buchholz.   Das Kinderbildungsgesetz wird reformiert. Im Vorfeld besucht SPD-Mann Thomas Kutschaty auch die Waldwichtel. In dieser Kita klappt die Inklusion.

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Kita statt Konferenz. Im nächsten Januar entscheidet die Landesregierung über die Reform des Kinderbildungsgesetzes, kurz KiBiz. Im Vorfeld nutzt Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD im NRW-Landtag, die parlamentarische Sommerpause zu einer Kita-Tour durchs Land. Die erste Station war am Montag die inklusive Kita „Waldwichtel“ am Buchholzer Hauweg.

Inklusiv bedeutet: In der Kita der Duisburger Lebenshilfe werden in zwei Gruppen je 17 Kinder betreut, darunter jeweils sechs Kinder mit Förderbedarf. Die Duisburger Abgeordnete Sarah Philipp hatte den Kontakt zur Kita in Buchholz vermittelt.

Die Kinder haben keine Berührungsängste

Die Inklusion, die sich in der Schule als ziemlich schwierig erweist, scheint in der Kita prima zu funktionieren. „In den Schulen fehlen entsprechende Fachkräfte und ein geeignetes Konzept“, nennt Dagmar Frochte, die Vorstandsvorsitzende der Duisburger Lebenshilfe, Gründe für die Probleme im schulische Bereich.

Sie hält es für wichtig, dass behinderte und nicht-behinderte Kinder von klein auf zusammen aufwachsen. „Bei Kindern gibt es keine Berührungsängste“, so Frochte.

Paxisnähere Ausbildung wünschenswert

Allerdings räumt Michael Reichelt, Geschäftsführer der Duisburger Lebenshilfe, ein, dass nicht zuletzt der Leistungsdruck, dem Lehrer und Schüler ausgesetzt sind, die Inklusion in der Schule „noch mal eine Ecke komplizierter macht.“

Natürlich nutzte die Lebenshilfe die Gelegenheit, dem SPD-Politiker ihre Wünsche für die KiBiz-Reform nahe zu bringen. Eine dynamische finanzielle Anpassung und eine praxisnähere Ausbildung der Erzieher sind wesentliche Forderungen des Verbands.

„Das ist ein wichtiger Beruf am Anfang einer Bildungskette“

Kutschaty zeigte Verständnis für die Vorstellungen. fügte aber gleich hinzu, „das ich überhaupt nichts versprechen kann“. Der dreifache Vater hält eine solide finanzielle Ausstattung aller Kitas für eine wichtige Investition in die Zukunft der Gesellschaft. Auch für die praxisnahe Ausbildung plädiert der Jurist Kutschaty, nicht zuletzt, um mehr junge Leute für den Beruf des Erziehers zu interessieren: „Die Ausbildung ist sehr verschult. Das sollte man überdenken“.

Ein wesentlicher Anreiz wäre sicher eine bessere Bezahlung, die möglicherweise auch mehr Männer für den Beruf begeistern könnte. „Das ist ein wichtiger Beruf am Anfang einer Bildungskette“, sagt der Politiker.

Kutschatys Kinder waren begeistert, wenn mal ein Praktikant in ihrer Kita auftauchte

Er hält mehr Männer in Kitas für „wünschenswert“. Aus seiner Erfahrung als Vater weiß er, dass die eigenen Kinder ganz begeistert waren, wenn mal ein Praktikant in ihrer Kita auftauchte.

„Es gibt großen Nachholbedarf an inklusiven Kitas in Duisburg“, sagt Sarah Philipp, Parlamentarische Geschäftsführerin im Landtag, die jahrelang im Vorstand der Lebenshilfe Duisburg aktiv war. Die größte inklusive Einrichtung im Duisburger Süden ist die vierzügige Kita Wunderland, die letztes Jahr in Wanheim eröffnet wurde.

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Künftig ein verbindlicher Sprachtest für Vierjährige

Das neue Kinderbildungsgesetz, kurz KiBiz, soll zum Kindergartenjahr 2020/21 in Kraft treten. Der Gesetzentwurf ist für Januar 2019 geplant. Mit der Reform soll die Finanzierung der Kitas dauerhaft auf eine solide Grundlage zu stellen und deren Qualität zu verbessern.

Vierjährige sollen künftig einen verbindlichen Sprachtest absolvieren.

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