Aus den Schulen

Ein Zaun zum Schutz vor Vandalismus am Mannesmann-Gymnasium

Ein Zaun zwischen Schulhof und dem direkt angrenzenden Biegerpark soll als Sicherungsmaßnahme dienen.

Foto: Nina Meise

Ein Zaun zwischen Schulhof und dem direkt angrenzenden Biegerpark soll als Sicherungsmaßnahme dienen. Foto: Nina Meise

Duisburg-Huckingen.   Die Bezirksvertretung hat einen zwei Meter hohen Zaun beschlossen. Der Mannesmann-Schulhof ist so abgesperrt, entgegen den Leitsätzen der Schule.

Ringsherum, im nahen Umfeld, ist nicht viel, zumindest nicht viel Aufmerksamkeit. In der Vergangenheit kam es an genau diesem Ort so auch immer wieder zu größeren und kleineren Vandalismusschäden, zur Vermüllung und Verunreinigung. Doch damit wird jetzt bald Schluss sein: In ihrer jüngsten Sitzung beschlossen die Bezirksvertreter einstimmig, an der Grenze zwischen Mannesmann-Gymnasium und Biegerpark einen Zaun zu errichten.

„Es geht nicht darum, das Schulgelände abzuriegeln“, erklärt der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums, Dr. Stefan Zeyen. Und er fügt hinzu: „Pädagogisch gesehen, ist mir natürlich ein offener Schulhof tausend Mal lieber.“ Gerade, wo das Mannesmann-Gymnasium sich doch in seinen Grund- und Leitsätzen der Offenheit, der Transparenz verschrieben hat. Doch es scheint, als ob es nicht anders geht.

Der Zaun dient als „Sicherungsmaßnahme“

Gerade in den wärmeren, in den Sommer-Monaten kann kaum bis gar nicht kontrolliert werden, wer seine freie Zeit – ab von den normalen Schulbetriebszeiten – auf dem Schulhof eben nicht sinnvoll verbringt: Der Schulhof mit der benachbarten Realschule Süd und der Sekundarschule wird gerne ebenfalls von Besuchern des Biergerparks genutzt. „Das Gelände des Schulzentrums am Ziegelkamp zum angrenzenden Biegerpark ist nicht eingefriedet, wodurch ein unbefugtes Betreten jederzeit ungehindert ermöglicht wird“ – so steht es in der Beschlussvorlage.

Und weiter: „Auch während des laufenden Schulbetriebs werden häufig schulfremde Personen auf dem Schulgelände angetroffen.“ Eine Errichtung einer Zaunanlage als „Sicherungsmaßnahme“ sei zwingend erforderlich.

Die Initiative ist 30 Jahre alt

Ein dringender Schulkonferenzbeschluss hatte die Maßnahme im Herbst des vergangenen Jahres auf den Weg gebracht, ein gemeinsamer Beschluss von Gymnasium, Realschule und Sekundarschule. „Die Initiative ist schon 30 Jahre alt“, weiß indes Stefan Zeyen.

Nun also soll der Zaun kommen, mit einer Gesamtlänge von 350 Metern und einer Höhe von zwei Metern, an der Grundstücksgrenze zum Biegerpark. Als Zufahrten zum Schulgelände sollen vier Tore montiert werden. Geplant ist, „unmittelbar nach der Beschlussfassung mit der Umsetzung der Maßnahme zu beginnen.“ Stefan Zeyen ist zufrieden – und auch hoffnungsvoll: „Wir sind ganz froh, dass nun etwas Entspannung reinkommt“, sagt er. Und spricht auch von einer kleinen Maßnahme mit größerer abschreckender Wirkung. Die Kosten der Maßnahme: 40 000 Euro.

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