Senioren-Wohnungen

Ehemaliges Asylbewerber-Heim wird zu Miet-Wohnungen umgebaut

Das Gebäude an der Kaiserswerther Straße diente bis Ende vergangenen Jahres als Unterkunft für Asylbewerber.

Foto: Sebastian Hetheier

Das Gebäude an der Kaiserswerther Straße diente bis Ende vergangenen Jahres als Unterkunft für Asylbewerber. Foto: Sebastian Hetheier

Duisburg-Huckingen.   Die einstige Flüchtlings-Unterkunft an der Kaiserswerther Straße wird kernsaniert. Es entstehen barrierefreie Wohnungen. Kaltmiete ab 420 Euro.

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Der Duisburger Süden und altengerechtes Wohnen, das passt offenbar zusammen. Nachdem in jüngerer Zeit schon zwei große Bauprojekte angekündigt wurden (am Gesundheitszentrum Sittardsberg sowie an der Düsseldorfer Landstraße), geht jetzt ein drittes Bauprojekt in die Vermarktung: An der Kaiserswerther Straße entstehen 27 barrierefreie Wohnungen. Die Sanierung des ehemaligen Asylbewerberheims hat schon begonnen.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Bauprojekten handelt es sich hierbei allerdings nicht um einen Neubau, sondern um eine Sanierung. Dieter Müller, Inhaber des Buchholzer Büros Unser Makler, das die Wohnungen für den Investor vermarktet, spricht dennoch von Erstbezug und betont: „Bis auf das rohe Fundament ist alles raus, mit der gesamten Infrastruktur. Das ist wie ein Neubau.“ Für die Barrierefreiheit der neuen Wohnungen sorgt unter anderem ein Aufzug, der vom Keller bis ins 4. Obergeschoss fährt.

Die Parkplätze haben einen Stromanschluss fürs E-Auto

Das ursprüngliche Gebäude stamme „aus den 50er, 60er Jahren“. Nach Müllers Angaben wird daraus nach der insgesamt anderthalb Jahre dauernden Sanierung ein KfW55-Haus, also ein besonders energieeffizientes Haus. Dazu passt, dass die Bewohner zusätzlich zur Wohnung auf dem rückwärtig gelegenen Hof einen Pkw-Stellplatz mieten können – wer will, mit Stromanschluss für ein Elektroauto.

Ein weiterer Unterschied zu den anderen Bauprojekten, die sich vornehmlich an Senioren richten: Die fertigen Wohnungen werden hier nicht verkauft, sondern vermietet. Sieben verschiedene Wohnungstypen werden angeboten, alle bewegen sich zwischen 2,5 und 3,5 Zimmern. Die Größe reicht von 51 bis zu 86 Quadratmetern. Sämtliche Wohnungen sind mit Terrassen – im Erdgeschoss – oder mit Balkonen ausgestattet. Die Kaltmiete beträgt zwischen 420 und 660 Euro, dazu kommen Betriebs- und Heizkosten zwischen 160 und 210 Euro. Warm lässt es sich dort also zwischen 580 und 870 Euro im Monat leben. Das Interesse ist laut Makler Müller da: „Wir verzeichnen eine relativ hohe Anfragefrequenz.“

Als Mieter kommen nicht nur Senioren infrage

Die neuen Wohnungen entstehen auf einem Grundstück von 3000 Quadratmetern. Auch wenn sie altersgerecht angelegt sind, betont der Makler: Als Mieter kommen alle Altersgruppen infrage. Bis zum Frühjahr 2018 sollen die neuen Wohnungen bezugsfertig sein.

Bis Ende des Jahres 2016 hatten in dem damals noch sanierungsbedürftigen Gebäude bis zu 136 Menschen gleichzeitig gelebt und auf ihren Asylbescheid gewartet. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt das Haus als Asylbewerberheim genutzt.

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