Bezirksvertretung

Duisburger Vereine bekommen verspätet das Geld vom Bezirk

Die Bezirksvertretung Duisburg-Süd hat Viktoria Buchholz einen Zuschuss für neue Spielerbänke zugesagt. Zehn weitere Vereine bekommen ebenfalls sogenannte „Mittel zur Pflege des Ortsbildes“, insgesamt werden jetzt 16  200 Euro ausgezahlt.

Die Bezirksvertretung Duisburg-Süd hat Viktoria Buchholz einen Zuschuss für neue Spielerbänke zugesagt. Zehn weitere Vereine bekommen ebenfalls sogenannte „Mittel zur Pflege des Ortsbildes“, insgesamt werden jetzt 16  200 Euro ausgezahlt.

Foto: Lars Fröhlich

Buchholz.   Bezirksmanager Friedhelm Klein verkündet gute Nachrichten: Die bereits im Juni beschlossenen 16 200 Euro für Projekte können ausbezahlt werden.

Kaum ist die politische Sommerpause im Süden beendet, muss Bezirksmanager Friedhelm Klein die versammelten Bezirksvertreter schon enttäuschen. Denn die für die jüngste Sitzung angekündigten Neuigkeiten zum XXL-Bad gibt es nicht. Folglich wird der Punkt, für den auch einige Zuschauer gekommen sind, schnell von der Tagesordnung gestrichen. „Es gibt eine neue Entwicklung“, räumt Klein allerdings ein, doch sie sei noch nicht spruchreif. In der nächsten Sitzung, im Oktober, werde der neue Sachstand aber ausführlich vorgestellt.

Dagegen gute Nachrichten hat der Bezirksmanager für die CDU-Fraktion. Denn die Christdemokraten wollen unter anderem wissen, warum die elf Vereine, denen im Juni bereits Finanzhilfe von der Bezirksvertretung zugesagt worden ist, das Geld noch nicht bekommen haben. Mit den insgesamt 16200 Euro für „die Pflege des Ortsbildes“ sollen Projekte ermöglicht oder unterstützt werden. „Die Gelder werden nächste Woche ausgezahlt“, sagt Klein. Dass es sich verzögert hat, liege an der neuen Struktur der sieben Bezirksämter: In Hamborn gibt es inzwischen für alle ein übergeordnetes Amt.

Personalmangel ist schuld an der Wartezeit

„Die Zentrale in Hamborn hatte personelle Probleme und auch Ausfälle.“ Dadurch sei das Geld nicht so schnell bereitgestellt worden, „wie wir das alle erwartet haben“. Zudem hätten sich bereits einige Vereine nach der Finanzhilfe gefragt. „Wir haben uns nach dem Geld erkundigt, weil vor einigen Jahren Maßnahmen schon komplett unter den Tisch gefallen sind, weil das Geld nicht ausgezahlt wurde“, sagt Manfred Melten (CDU), der stellvertretende Bürgermeister und verweist auf die Zeit, als Duisburg im Nothaushalt war. „Vereine haben damals das Geld nicht zur Verfügung gestellt bekommen, obwohl die Bezirksvertretung es beschlossen hatte.“

Das werde diesmal nicht passieren, versichert der Bezirksmanager auf Nachfrage. Dass die Vereine tatsächlich bekommen, was ihnen versprochen worden ist, davon wird sich Manfred Melten als Vorsitzender von Viktoria Buchholz selbst überzeugen. Die Sportler wollen ihre Spielerbänke reparieren und bekommen aus dem Bezirk dafür 2250 Euro, damit etwa Jugendliche beim Fußballspielen dort einen Regenschutz haben.

Vorstände freuen sich über die Zuschüsse

Die Huckinger Schützenbruderschaft St. Sebastianus freut sich ebenfalls, dass das Geld aus dem Bezirksrathaus bald überwiesen wird. Sie bekommen 3000 Euro, um auf dem Schützenplatz „Im Ährenfeld“ einen Kanalanschluss einzurichtene, an den bei Feiern dann Toilettenwagen und die Zeltbewirtung angeschlossen werden sollen. „Unser Schützenfest ist gerade erst gelaufen, und ein fertiger Anschluss wäre natürlich angenehm gewesen“, sagt Sprecher Peter Kirchholtes. Probleme und Beschwerden habe es wegen des fehlenden Anschlusses auf dem Schützenfest aber nicht gegeben. Mit dem neuen Kanalzugang soll etwa verhindert werden, dass der Festplatz nach Urin stinkt. „Wir gehen das jetzt ganz in Ruhe an.“ Erst im Frühjahr steigt die nächste Sause.

Der Förderverein von St. Peter und Paul konnte allerdings nicht auf das Bezirksgeld warten, wie es eigentlich vorgeschrieben ist. Denn sie haben auf dem Gelände der Gemeinde-Kita alte, unsichere Fahnenmasten gegen neue ausgetauscht und dabei das Fundament frisch gegossen. „Unsere Kinder und deren Leben sind ja das Wertvollste, was wir haben“, sagt der Vorsitzende Hans-Georg Goworr. Fast 1700 Euro habe die Maßnahme gekostet, 750 Euro will der Bezirk bezahlen. „Wir haben erstmal Geld aus unseren Rücklagen genommen, aber die 750 Euro helfen uns sehr – und sie bleiben in der Gemeinde.“ Dass der Förderverein nicht gewartet hat, bis das Geld für ihn bereitsteht, werde für ihn keine Nachteile bedeuten, so Bezirksmanager Friedhelm Klein. Er kündigt am Freitag zudem an, dass alle betroffenen Vereine schnellstmöglich angeschrieben werden.

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