Kunstrasenplatz

Duisburg: Viktoria Buchholz bekommt einen Kunstrasenplatz

Stefan Brämer, Bernd Petermann und Joachim Tilgner von TuS Viktoria 06 Buchholz bohren Drainagelöcher für den neuen Kleinfeld-Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Sternstraße in Duisburg.

Stefan Brämer, Bernd Petermann und Joachim Tilgner von TuS Viktoria 06 Buchholz bohren Drainagelöcher für den neuen Kleinfeld-Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Sternstraße in Duisburg.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Duisburg-Buchholz.  Auf dem alten Tennenplatz von Viktoria Buchholz wird ein neuer Kunstrasenplatz gebaut. So geht es voran.

Bagger, Radlader und anderes schweres Gerät auf dem Ascheplatz von Viktoria Buchholz machen deutlich, dass endgültig der Bau des neuen Kunstrasenplatzes für den Trainingsbetrieb der Jugendmannschaften begonnen hat. Bis Ende Mai/Mitte Juni werden die Arbeiten andauern, wie Gregor Münter vom zuständigen Auftraggeber Duisburg Sport erläuterte. Bis dahin ist eine Menge zu tun.

In diesem Rahmen sind auch die Vereinsmitglieder eingebunden. Die in insgesamt 20 Mannschaften spielenden Aktiven haben vor gut einem Jahr einer Beitragserhöhung zugestimmt, die langfristig die Basis für das finanziell nicht einfach zu stemmende Großprojekt absichert. Die Mitglieder stellen aber auch ihre Arbeitskraft zur Verfügung, um durch Eigenleistung den Verein finanziell zu entlasten.

8000 Löcher müssen gebohrt werden

Da ist nicht nur der Begrenzungszaun samt der fest einbetonierten Pfeiler abzubauen. Für die notwendige Drainage des neuen Kleinfeld-Kunstrasenplatzes sind auch rund 8000 Löcher – jedes mindestens 25 cm tief – zu bohren. „Das hätte ich mir schon einfacher vorgestellt“, sagt Jugendleiter Jo Mrozek nach dem ersten Einsatz. Insgesamt 1600 Löcher werden an diesem Tag mit eigens mitgebrachtem Equipment in den Boden gebracht. Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, werden wohl noch einige Samstage erforderlich und jede Menge Pausenbrötchen geschmiert worden sein.

Manfred Helten, der Vorsitzende des Buchholzer Traditionsvereins, freut sich, dass bisher alles nach Plan läuft. Die Finanzierung des Projekts steht auf seriösen Beinen, der aufzubringende Eigenanteil von 200.000 Euro – dazu kommt noch einmal der städtische Zuschuss in ähnlicher Höhe – ist durch einen Kredit bei der NRW-Bank abgesichert. Helten erläutert, dass ein vereinseigenes Projektteam auch die Kostensituation aktuell immer wieder neu betrachtet: „Das schützt uns vor unangenehmen Überraschungen.“ Der Verein ist zudem kreativ, wenn es um die Generierung von Spendengeldern geht. Dabei nutzen viele Unterstützer die Möglichkeit, sich mit kleineren Beträgen auf der Spendentafel zu verewigen. In Kürze wird sogar eine zweite angeschafft. Helten hofft durch den Beginn der Baumaßnahmen auf einen zusätzlichen Schub. Da auch Kleinvieh bekanntlich Mist macht, sammelt der Verein sogar Pfandflaschen. Immerhin sind so bisher über 500 Euro zusammen gekommen.

Zusätzliche Trainingszeiten auf anderen Anlagen werden benötigt

Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe ist auch die Organisation des laufenden Spiel- und Trainingsbetriebs während der Bauphase. Damit alle auf ihre Kosten kommen, werden zusätzliche Trainings- und Spielzeiten auf den Plätzen der BSA II in Wedau gebucht. Die Spiele der Bezirksligamannschaft sollen nach wie vor auf dem vom Umbau nicht betroffenen Rasenplatz stattfinden. Der übliche Zugang an der Sternstraße wird bis zum Ende der Arbeiten nicht möglich sein. Mannschaften und Zuschauer müssen solange den provisorischen Eingang an der Sterneckstraße nutzen.

Der Kunstrasenplatz wird dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Projektleiter Gregor Münter: „Wir verwenden kein Gummi-Granulat mehr, der Kunstrasen wird mit einem Spezialsand verfüllt.“ Viktoria-Urgestein Jürgen Schlief, der als Ansprechpartner zwischen Verein, dem ausführenden Unternehmen und Duisburg Sport wirkt und dabei seine langjährige Erfahrung einbringt, ist sich sicher: „Der neue Platz wird ein absolutes Schmuckstück.“

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