Tempozonen

Duisburg: Verkehr auf Münchener Straße soll schnell fließen

Selbst die Stadt Duisburg kann sich nicht erklären, warum die Schilder am linken Fahrbahn angebracht wurden.

Selbst die Stadt Duisburg kann sich nicht erklären, warum die Schilder am linken Fahrbahn angebracht wurden.

Foto: Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services

Duisburg-Buchholz.  Auf der Münchener Straße in Buchholz gibt es unterschiedliche Tempozonen. Die Schilder stehen am linken Fahrbahnrand. Die Erklärung der Stadt:

Anwohner Manfred Lücke ärgert sich – wie berichtet – schon lange über die Geschwindigkeitsregelung auf der Münchener Straße in Buchholz. Vor allem die wechselnden Abschnitte der Höchstgeschwindigkeiten und die für ihn unverständliche Anbringung der Tempo-50-Schilder auf der linken Fahrbahnseite sind für ihn unverständlich. Die Erklärung der Stadt Duisburg:

„Die Münchener Straße ist zwischen der Düsseldorfer Landstraße und der Arlberger Straße Bestandteil des Vorbehaltsnetzes der Stadt Duisburg. Solche Straßen erfüllen wichtige Aufgaben für die kommunale Straßenverkehrsinfrastruktur, vor allem um den Verkehr zügig abfließen zu lassen“, sagt Stadtsprecherin Gabi Priem. Geschwindigkeitsreduzierungen solle es hier grundsätzlich nicht geben. „Ausnahmen können jedoch erforderlich sein, wenn es zum Beispiel um die Sicherheit besonders schützenswerter Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten geht. Genau das ist hier der Fall“, so Priem. Im Bereich der Schulen muss die Geschwindigkeit für den Streckenabschnitt der Schulen auf 30 (keine klassische Tempo 30-er Zone) reduziert werden.

Zwei Fußgängerüberwege auf der Münchener Straße

Manfred Lücke bemängelt auch, dass in der Haupteinkaufszone im Tempo 50-Bereich auf der den Geschäften gegenüberliegenden Straßenseite Behindertenparkplätze ausgewiesen sind. Dort sei die Überquerung der Straße problematisch. „Für die sichere Überquerung der Münchener Straße durch Fußgänger gibt es zwei Fußgängerüberwege mit Ampeln“, sagt Priem. Das Vorbehaltsnetz der Stadt werde zudem überarbeitet. „Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Belange des öffentlichen Nahverkehrs und der Feuerwehr. Straßen, die künftig nicht mehr Bestandteil des Duisburger Vorbehaltsnetzes sind, könnten dann in Tempo-30 Zonen eingebunden werden“, sagt die Sprecherin. „Das Ganze ist aber eine langwierige Sache und benötigt Zeit.“

Zu der wechselseitigen Anbringung der Tempo 30/Tempo 50-Beschilderung hat die Gabi Priem auch keine Erklärung: „Das ist tatsächlich unüblich. Warum das vor 30 Jahren so gemacht wurde, ist nicht mehr nachvollziehbar. Mittelfristig wird das geändert, sodass dann alle Schilder auf der in Fahrtrichtung rechten Straßenseite angebracht sind.“

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