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Diese drei Stadtteile brauchen die Schulmaterialkammer

Schulsachen im Wert von 8000 Euro wurden zum Schulstart verteilt. Die Schulmaterialkammer finanziert sich hauptsächlich über Spenden.

Schulsachen im Wert von 8000 Euro wurden zum Schulstart verteilt. Die Schulmaterialkammer finanziert sich hauptsächlich über Spenden.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Buchholz.   Die Schulmaterialkammer hat 300 Jugendliche mit Schulsachen ausgestattet. Sie kommen hauptsächlich aus drei Stadtteilen – und die überraschen.

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Zum Start des neuen Schuljahres müssen viele neue Schulutensilien gekauft werden, doch nicht jeder hat die finanziellen Mittel dafür. Um finanzschwache Familien mit Schulranzen, Farbkästen und vielem mehr zu versorgen, hat die ökumenische Schulmaterialkammer Süd solche Sachen an Bedürftige verteilt. In diesem Jahr kamen rund 300 Kinder und Jugendliche von Erstklässlern bis zu Oberstufenschülern zur Ausgabestelle an der ehemaligen St.-Nikolaus-Kirche. Schulmaterialien im Wert von 8000 Euro wurde dabei ausgegeben.

200 Menschen kamen an den ersten beiden Tagen

200 Menschen besuchten alleine an den ersten beiden Tagen die Ausgabe. Die meisten der insgesamt 300 Hilfesuchenden kamen aus Wanheim, gefolgt von Buchholz und Huckingen. Aus den anderen Stadtteilen des Duisburger Südens kamen jeweils nicht mehr als zehn Kinder. Die Zahl der Hilfsempfänger sei in den vergangenen Jahren konstant geblieben, sagt Horst Ambaum, der Leiter der Schulmaterialkammer.

Sie finanziert sich hauptsächlich aus Spenden. Hilfe gibt es dort nicht nur in Form von Stiften und Ranzen: Die Mitarbeiter haben auch ein offenes Ohr für andere Probleme und vermitteln die Menschen an die entsprechenden Fachdienste der hauptamtlichen Caritas. „Wir packen auch Ungerechtigkeiten an“, sagt Ambaum.

Fast 90 Prozent stammen aus Migrantenfamilien

Fast 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen stammten bei der diesjährigen Ausgabe aus Familien mit Migrationshintergrund, 20 Prozent mehr als 2017. Ambaum verweist als Erklärung auf die Flüchtlingskrise. Die Zahl zeige aber auch, dass deutsche Familien nicht mehr so stark wie früher auf entsprechende Hilfsmittel angewiesen seien. Für Ambaum ist es ohnehin unwichtig, woher die Kinder kommen: „Es ist immer wieder wohltuend, in dankbare und strahlende Kinderaugen schauen zu können.“

Und: Flüchtlinge kommen nicht nur als Hilfesuchende in die Kammer, einige Geflüchtete aus Syrien haben dort auch ehrenamtlich mitgearbeitet. Ambaum sagt dazu: „Sie wollen etwas zurück geben dafür, dass wir ihnen helfen.“

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