100. Geburtstag

Die Duisburgerin Adele Portugal feiert den 100. Geburtstag

Adele Portugal (mitte) feiert mit ihren Enkelinnen Ute Nürenberg (li.) und Renate Gramer ihren 100. Geburtstag.

Adele Portugal (mitte) feiert mit ihren Enkelinnen Ute Nürenberg (li.) und Renate Gramer ihren 100. Geburtstag.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg-Großenbaum.  Adele Portugal feiert ihren 100. Geburtstag. Die Duisburgerin hatte einen besonderen Beruf: Lampenschneiderin und Gardinennäherin.

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100 Jahre wird Adele Portugal am heutigen Samstag, 16. November, alt. In dem südeuropäischen Land, das genau wie sie heißt, war sie allerdings noch nie. „Gefragt wurde sie aber oft danach“, berichtet ihre Enkelin Renate Gramers. Stattdessen reiste sie nach Jugoslawien und in die Türkei.

Aufgewachsen ist Portugal in Mülheim-Speldorf, während des Zweiten Weltkriegs wurde sie nach Thüringen evakuiert. Später kam sie zurück, lebte in Bissingheim, Meiderich und zuletzt in Buchholz. Heute ist das Seniorenzentrum in der Straße „Zu den Wiesen“ ihr Zuhause.

Gelernte Lampenschneiderin und Gardinennäherin

„Ihren Mann lernte meine Oma noch vor dem Krieg kennen, 1939 kam meine Mutter zur Welt“, erzählt Gramers. Portugal arbeitete als Lampenschneiderin und Gardinennäherin, gelernt hatte sie ihren Beruf im Speldorfer Geschäft ihres Onkels. Ihr Ehemann starb früh, seit über 40 Jahren ist Portugal bereits Witwe. „Sie hat zwar nicht neu geheiratet, hatte aber einen neuen Lebensgefährten. Mit ihm hat sie viel erlebt“, sagt Gramers.

Sehr engagiert sei sie gewesen, trat der SPD bei und war politisch interessiert. „Sie hat sich allerhand politische Sendungen im Fernsehen angeschaut.“ Nie habe sie über ihre Lage gejammert: „Ihr Motto lautete immer: Ich kann, ich will, ich muss“, sagt Gramers. „Sie war immer guter Dinge.“ Auf ihr Äußeres lege sie noch heute viel Wert: „Die Haare müssen sitzen.“

Eine Tochter, drei Enkel, vier Urenkel

Und die Familie ist gewachsen. Enkelin Gramers hat noch zwei Geschwister, sie alle machten Adele Portugal zur vierfachen Uroma. Gramers besucht sie etwa einmal die Woche, ihre ältere Schwester fast täglich. „Sie hat sich auch die letzten Jahre um sie gekümmert, als sie noch allein gewohnt hat. Die beiden sind richtig zusammen gewachsen.“

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