Lärmschutz

Deutsche Bahn plant weitere Lärmschutzwände in Duisburg

Bei HKM fürchten die Mitarbeiter, dass sie durch die geplante Lärmschutzwand von der Hüttenschenke abgeschnitten werden könnten.

Bei HKM fürchten die Mitarbeiter, dass sie durch die geplante Lärmschutzwand von der Hüttenschenke abgeschnitten werden könnten.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Hüttenheim/Wanheim.  In Hüttenheim und Wanheim will die DB Lärmschutzwände errichten. Wo und wie hoch, sagt sie noch nicht. Das ist trotzdem schon bekannt:

Norbert Keller, Vorsitzender des HKM-Betriebsrats, macht sich Sorgen. Erst vor kurzem habe er aus seinem Büro Vermessungsarbeiten vor dem Tor 1 des Werkes beobachten können. Als er die Arbeiter darauf ansprach, stellte sich heraus: Es geht um Lärmschutzwände, mit denen die Deutsche Bahn den Zuglärm entlang der Güterstrecke minimieren will.

Sorge: Wird die Hüttenschenke abgeschnitten?

Norbert Keller fürchtet um den Fußgängerzugang am Tor 1, sollte die Lärmschutzwand durchgezogen werden. „Dann wären die Leute von unseren Büros und unserer Hüttenschenke quasi abgeschnitten“, grübelt der Betriebsratsvorsitzende. Noch dazu hat er Zweifel an der Platzierung der neuen Wand. „Wenn die Lärmschutzwand zwischen Straßenbahn- und Zuggleise gesetzt wird, strahlt der Straßenbahnlärm ja immer noch nach außen ab.

Konkrete Aussagen könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht machen, bedauert Bezirksmanager Friedhelm Klein. „Es wird aber eine Infoveranstaltung zu dem Bauvorhaben geben.“ Einen Termin dafür gibt es bislang aber nicht.

Die Bahn bietet freiwillig auch passiven Lärmschutz an

Auch ein Bahnsprecher bestätigt, dass es noch keine genauen Angaben zur Lärmschutzwand am und um das Tor 1 gibt. Allerdings, erklärt der Sprecher, „erhalten die Hauseigentümer der förderfähigen Wohngebäude die Möglichkeit, passive Maßnahmen, zum Beispiel Schallschutzfenster, einbauen zu lassen und eine Förderung zu erhalten.“ Wie die Lärmschutzwand selber wären dann auch diese Maßnahmen Teil des bundespolitischen Lärmsanierungsprogramms. Da die Planungen aber erst begonnen hätten, könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen über die Wand gemacht werden, auch nicht über ihre Lage, ihre Höhe oder ihre Länge.

An diesen Stellen plant die Bahn den Lärmschutz:

Einiges wurde allerdings in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung bekannt. So plant die Bahn laut Bezirksmanager Friedhelm Klein an diesen Stellen Lärmschutz:

- von Heiligenbaum- bis Steinbrinkstraße

- auf der Werksseite von HKM eine Lärmschutzwand auf 760 Metern Länge und mit einer Höhe von drei Metern

- am Logport II zwischen Steinbrink- und Richard-Seiffert-Straße

- von Schulz-Knaudt- bis Ehinger Straße

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben