Religion

Der Streit um die Duisburger Wera-Gemeinde geht weiter

Bauten wie diese Erweiterung des Wera-Forums errichten die Mitglieder ehrenamtlich – Aussteiger sagen allerdings, das geschehe unter Zwang.

Bauten wie diese Erweiterung des Wera-Forums errichten die Mitglieder ehrenamtlich – Aussteiger sagen allerdings, das geschehe unter Zwang.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg-Grossenbaum.   Auf die Sektenvorwürfe gegenüber der Duisburger Wera-Gemeinde folgte die Auflösung der evangelischen Allianz. Jetzt geht der Streit weiter.

Auch nach der Auflösung der Evangelischen Allianz Duisburg-Süd geht die Auseinandersetzung zwischen der Auferstehungsgemeinde Duisburg-Süd und dem Wera-Forum weiter. So stand auf der Homepage der Wera-Gemeinde noch bis vor kurzem der Hinweis auf ihre Mitgliedschaft in der Allianz, obwohl diese sich bereits aufgelöst hatte – und das eben wegen der Differenzen um die Gemeinde. Inzwischen ist auf der Homepage etwas anderes zu lesen, doch auch das sorgt für Widerspruch.

Die Sektenvorwürfe gegen Wera schwelen weiter

„Wir haben die Gemeinschaft schriftlich aufgefordert, diesen Hinweis von der Homepage zu nehmen“, sagt Pfarrer Rainer Kaspers von der evangelischen Auferstehungsgemeinde Duisburg-Süd. Nicht nur, weil die Allianz in dieser Form nicht mehr existiert: auch, weil „die landeskirchliche Gemeinde, der CVJM und einige größere freikirchliche Gemeinden keine Verbindung zur Wera-Gemeinschaft halten wollen, weil es den Vorwurf von geistlichem Missbrauch und sektenähnlichen Strukturen gibt“, erklärt Kaspers.

Die Wera-Gemeinde ist der Aufforderung erfolgt. Der Hinweis auf gegenwärtige Mitgliedschaft in der evangelischen Allianz wurde ersetzt durch einen Hinweis auf die vergangene Mitgliedschaft; ergänzt um den Hinweis: „Wir pflegen jedoch weiterhin den Kontakt zu den Duisburger Gemeinden der Allianz und sind in Gemeinschaft mit allen Kirchen, die Christus als Mittelpunkt haben.“

Auferstehungsgemeinde: kein Kontakt zu Wera

Dem widerspricht Kaspers. Der Hinweis zeige, „wie wichtig dieser Gemeinschaft der Deckmantel der Ökumene ist“. Dabei gehe es vor allem darum, nach innen zu signalisieren, das die Wera-Gemeinde nicht isoliert sei. Die Auferstehungsgemeinde, betont Kaspers, pflege jedenfalls keinen Kontakt zur Wera-Gemeinde. Sein ironischer Nachsatz: „Und wir behaupten trotzdem, eine christliche Kirche zu sein.“

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