Mundschutz

Corona: Mundschutz anfertigen ganz ohne Nähmaschine

In zehn Schritten zum eigenen Mundschutz. Eine Duisburgerin erklärt, wie es geht.     

In zehn Schritten zum eigenen Mundschutz. Eine Duisburgerin erklärt, wie es geht.     

Foto: Nao Honekamp

Duisburg.  Mit einem selbst gemachten Mundschutz – ohne Nähmaschine – kann das Risiko einer Infektion vermindert werden. Nao Honekamp zeigt, wie es geht:

In den meisten Geschäften sind Atemschutzmasken wegen der Coronavirus-Krise schon lange ausverkauft und im Internet werden die Masken völlig überteuert angeboten. Selbst in Kliniken geht der Mundschutz aus. Um der Knappheit entgegenzuwirken, veröffentlichen immer mehr Menschen Anleitungen, wie die Schutzmasken selber hergestellt werden können, und bieten ihre Nähkünste zur Fertigung von Gesichtsmasken an. Es geht aber auch ganz ohne Nähmaschine.

Die Duisburgerin Nao Honekamp-Yamamoto ist Diplom-Psychologin und behandelt in ihrer Praxis viele Patienten. Zudem ist sie als Trauerbegleiterin im Malteser Hospitz St. Raphael in Huckingen tätig und hat so Kontakt zu vielen Risikopersonen. Anstatt ihre Praxis aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schließen, zeigt sie ihren Patienten lieber, wie sich einfach einen Schutz anfertigen können.

Die Anleitung hat sie von ihren Freunden aus Japan bekommen. Man braucht dazu nur vier Gummibänder und ein quadratisches Stück Stoff (1). Zum Beispiel ein Stofftaschentuch.

Provisorische Maske mit einem Taschentuch und vier Gummibänder

Das Taschentuch wird bis zur Mittellinie hin von beiden Seiten nach innen gefaltet (2). Anschließend muss das Tuch vorsichtig umgedreht werden (3). Der Schritt wird noch einmal wiederholt, das Taschentuch muss also von beiden Seiten wieder bis zur Mitte hin gefaltet werden (4) Im Anschluss muss das Tuch wieder gewendet werden (5).

Von beiden Seiten wird nun jeweils ein Gummiband über das gefaltete Taschentuch gezogen. Die Gummibänder teilen das Taschentuch nun in drei Abschnitte (6). Nun werden beide Seiten bis zur Mitte hin eingeschlagen. Die Gummibänder bilden die Enden (7 und 8). In jeweils ein Gummiband wird ein weiteres geknotet. Das Bildet dann die Schlaufen für die Ohren (9).

Die Maske wird mit der eingeschlagenen Seite nach innen getragen (10). Die Außenseite kann bei Bedarf vorsichtig nach oben und unten auseinander gezogen werden, damit die Nase und der Mund gut abgedeckt wird. Die Maske ist waschbar und somit wiederverwendbar. Wenn man das Tuch nach dem Falten noch bügelt, behält die Maske ihre Form.

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