Bauvorhaben

Bürger bringen ihre Ideen zum Wedauer Bauprojekt ein

„Welches Foto kommt Ihrer Vorstellung eines Uferparks am nächsten?“ – Die Besucher notieren ihren Favoriten auf einem Zettel und werfen den in eine Box. Die Meinungen sollen bei den Planung berücksichtigt werden. Foto:Lars Heidrich

„Welches Foto kommt Ihrer Vorstellung eines Uferparks am nächsten?“ – Die Besucher notieren ihren Favoriten auf einem Zettel und werfen den in eine Box. Die Meinungen sollen bei den Planung berücksichtigt werden. Foto:Lars Heidrich

Wedau.   Bei einer Bürgerwerkstatt konnten Anwohner ihre Wünsche und Sorgen zur Bebauung der Wedauer Bahnfläche äußern. 2018 soll das Baurecht vorliegen

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Es ist wohl eine der größten Veränderungen, die den Duisburger Süden in den nächsten Jahren erwartet: die Bebauung der ehemaligen Wedauer Bahnfläche. Zwischen Wedau und Bissingheim soll ein ganz neuer Stadtteil entstehen. Am vergangenen Freitag und Samstag informierten sich etliche Interessierte bei einer Bürgerwerkstatt auf dem Wedauer Bahngelände über den aktuellen Stand der Planungen und brachten ihre Ideen mit ein. „Uns ist es wichtig, die Bürger mit einzubeziehen und so Akzeptanz für das Projekt zu schaffen“, sagt Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum.

Lärm ist ein Gesprächsthema

Schon bei einer Informationsveranstaltung im Juli war der Wunsch nach dem Bau einer zweiten Brücke deutlich geworden, um den Verkehr zu reduzieren. Ein erster Entwurf dafür wurde jetzt präsentiert. „Wir müssen aber noch die Finanzierbarkeit prüfen. Bisher war die Brücke kein Teil der Planungen“, betont Klaus Büttner aus dem Projektleiter-Team.

Anhand eines Modells in der alten Lehrwerkstatt können die Besucher erahnen, wie das Wohngebiet zukünftig aussehen soll und den Verantwortlichen ihre Fragen dazu stellen. Gerade der Faktor Lärm ist den Bissingheimern ein großes Anliegen. „Wir haben die Knotenpunkte überprüfen lassen und werden den Verkehr zum Beispiel durch Kreisverkehre entlasten“, sagt Thomas Lennertz aus dem Projektleiter-Team. Ein weiteres Thema bei den Anwohnern: die Nutzung des Masurensee-Ufers. Hierzu haben die Planer verschiedene Fotos aufgehängt, wie das Ufer aussehen könnte. Auf einem Bild ist eine Steintreppe am Wasser, auf einem anderen sind Bäume und Wiesen zu sehen.

Gesprächsthema Nummer eins in Wedau

„Wir brauchen keinen zweiten Innenhafen in Wedau“, findet eine Anwohnerin, die kritisch die Bilder betrachtet, „es soll hier grün bleiben.“ Ihren favorisierten Vorschlag trägt sie auf einen dafür vorgesehenen Zettel ein und wirft ihn in den dafür bereit stehenden Pappkarton. Auch das Traumbild von Spielplatz und Uferpark wird notiert. „Die Wünsche der Bürger werden wir etwa 15 Planungsbüros vorlegen, die dann bei einem Realisierungswettbewerb ihre Entwürfe vorstellen sollen“, sagt Thomas Lennertz dazu. „Es ist wichtig, dass nach unserer Meinung gefragt wird. Das Projekt ist Gesprächsthema Nummer eins in Wedau“, sagt Anwohnerin Andrea Peeters.

Gemeinsam mit den Projektentwicklern können die Besucher an diesem Samstag auch das betroffene Gelände besichtigen, um eine noch bessere Vorstellung von den Planungen zu bekommen. Eine Station: die alte Richthalle. „Die Halle wird saniert und dann sollen hier Stahlboxen rein, die als Büros dienen. Die Universität Duisburg-Essen hat schon großes Interesse daran“, informiert Carsten Kirchhoff aus dem Projektleiterteam.

2018 rechnen die Verantwortlichen mit dem Baurecht. Dann soll mit dem Bau der Lärmschutzwand begonnen werden.

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