Baustellen

Brückenbauten über A 524 führen zu Verkehrsbehinderungen

Foto: Hoffmann

Duisburg-Süd.  Drei Jahre Bauzeit ab März. Verkehrsbehinderung sind programmiert. Eine Fahrbahn muss gesperrt werden. Kaffeehött-Brücke wird verstärkt

Die Bauarbeiten an der A 524 gehen auch in diesem Jahr weiter. Ab März sollen drei Brücken über die künftige Autobahn erneuert werden. Da die A 524 doppelt so breit wird wie die vorhandene B 288, müssen die Brücken entsprechend länger werden. Die alten Bogenbrücken werden durch neue Überquerungen ersetzt.

Die Bauarbeiten für die drei neuen Brücken über die alte B 8, die Stadtbahnstrecke U 79 und den Angerbach sollen nach der Frostperiode beginnen. Zur Zeit werden Angebote der Firmen, die sich an EU-weiten Ausschreibung beteiligt haben, gesichtet.

„Wir müssen wechselseitig immer eine Fahrspur sperren“

Diese Bauarbeiten werden voraussichtlich drei Jahre dauern und mit erheblichen Verkehrsbehinderungen verbunden sein. „Wir müssen wechselseitig immer eine Fahrspur sperren“, so Roland Schmidt, Bauleiter bei Straßen NRW. Detaillierte Informationen will er kurz bevor die Baustelle eingerichtet wird, bekannt geben.

Bis März soll das Regenrückhaltebecken an der Ausfahrt Huckingen fertig sein. Am Lärmschutz wird demnächst weiter gearbeitet. Die meisten Wände stehen mittlerweile, einige sind leider schon wieder mit Graffiti beschmiert. Doch noch gibt es zwei Lücken in der Schallschutzwand. Eine soll noch in diesem Jahr geschlossen werden. Auf der Brücke über die Kaffeehött werden die neuen, höheren Lärmschutzwände installiert. An der Eisenbahnbrücke vor der Ausfahrt Rahm passiert vorläufig nichts.

Brücke muss verstärkt werden

„Lücken sind immer problematisch. Durch sie nimmt man Lärm viel stärker wahr“, weiß Roland Schmidt. Genau diese Erfahrung macht Achim Dietrich seit Monaten. Die alten Lärmschutzwände auf der Brücke Zur Kaffeehött sind nur zwei Meter hoch, rechts und links davon stehen die neuen, sechs Meter hohen Kolosse. Der Schall dringt über die niedrigen Wände ungehindert nach Rahm-West.

Der Lärmschutz an der Kaffeehött-Brücke sollte eigentlich schon im letzten Herbst nachgebessert werden. Als man vor einiger Zeit die Baustelle dort mit allen Absperrungen und Gerätschaften komplett abräumte, wurde der Rahmer Achim Dietrich skeptisch. „Haben die Verantwortlichen die Brücke überhaupt noch im Blick?“, fragt Dietrich in einem Gespräch mit der Stadtteil-Redaktion.

Wir geben diese Frage weiter an Straßen NRW. „Wir fangen vor den Sommerferien an, wahrscheinlich im April oder Mai“, versichert Roland Schmidt. Der Ingenieur erklärt, warum es zu den Verzögerungen gekommen ist: „Die Brücke musste nachberechnet werden. Doch die Ingenieurbüros, die solche Berechnungen anstellen, sind total überlastet“. Seit einiger Zeit gelten verschärfte Vorschriften in Sachen Statik. Und tatsächlich hat man bei der Untersuchung dann festgestellt, dass Lager und Betonteile der Kaffeehött-Brücke nachgebessert werden müssen.

Absprache mit der Bahn

In der warmen Jahreszeit wird die Brücke verstärkt, anschließend sollen die Lärmschutzwände montiert werden. Bis zum Jahresende soll laut Straßen NRW alles fertig sein. Die Baustelle, ergänzt Schmidt, habe man zwischendurch geräumt, um die Autofahrer dort zu entlasten.

Die Arbeiten an der Eisenbahnbrücke in Rahm werden sich allerdings hinziehen. „In diesem Fall sind wir von der Deutschen Bahn abhängig“, so der Straßenbau-Experte. Für die Brückenbauarbeiten muss die Bahnstrecke gesperrt werden. „Die Bahn wird abwarten, bis sie diese wichtige Strecke aus einem eigenen Grund wird sperren müssen“, erläutert Schmidt.

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