Rettungsdienst

Bissingheim: Feuerwehr bekommt neues Einsatzfahrzeug

Das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Bissingheim ist für den Katastrophenschutz geeignet.

Das neue Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Bissingheim ist für den Katastrophenschutz geeignet.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Bissingheim.  Die Löschgruppe 702 aus Duisburg-Bissingheim hat einen neuen Einsatzwagen für den Katastrophenschutz. Eine Tradition wird dabei aufrechterhalten:

Da steht er nun, der Einsatzwagen LF20-KatS. Drum herum um dieses neue Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr in Bissingheim stehen zahlreiche Brandschützer, Familien und Kinder. Alle sind sie gekommen, um gemeinsam zu feiern und bei der Segnung des Gefährts dabei zu sein. Es ist alte Tradition. Und so hebt Pastor Werner Goeke nach einer 20-minütigen Messe seine Hand und erteilt dem Fahrzeug den Segen.

Ein Segen ist das Fahrzeug auch für die Feuerwehrmänner des Löschzuges 702, wie Truppführer und Brandinspektor Thomas Loch erklärt. ,,Das Vorgängermodell LF16-TS ist einfach in die Jahre gekommen. Mit dem neuen Wagen sind wir jetzt aber wirklich gut aufgestellt’’, glaubt er. Etwa 250.000 Euro kostet das Fahrzeug. Das Geld kam vom Bund und zu einem kleinen Teil von der Stadt Duisburg.

10.000 Liter Wasser pro Minute

Der Wagen kommt zum Einsatz, wenn es wirklich ernst wird. ,,KatS steht für Katastrophenschutz’’, macht Loch klar. Der im Einsatz 14 Tonnen schwere Wagen ist mehr als sieben Meter lang, neun Brandschützer können mitfahren.

Wenn die Kreiselpumpe läuft, die Tragkraftspritze in Stellung ist, die Tauchpumpe arbeitet und die hydraulische Schwimmpumpe zur Verfügung steht, kann das Fahrzeug bis zu 10.000 Liter Wasser pro Minute lenzen oder bis zu 6.000 Liter pro Minute unter Druck zur Einsatzstelle fördern.

Schnelle Hilfe im Ernstfall

Speziell die Schwimmpumpe trägt dazu bei, im Ernstfall noch schneller und besser Hilfe leisten zu können. Sie ermöglicht die Entnahme von Wasser selbst unter ungünstigsten Bedingungen – sei es von einem schwer zugänglichen Ufer aus oder von einer Brücke hoch über dem Fluss.

Dass der Wagen vielleicht zukünftig dazu beitragen könnte, Leben zu retten, ist den Brandschützern bewusst – umso mehr freut sie der Gedanke, dass das Gefährt gesegnet ist. ,,Es ist eine schöne Tradition, die wir gerne aufrecht erhalten’’, sagt Loch. Neben dem neuen Wagen stehen den Brandschützern der Bissingheimer Truppe noch zwei weitere, allerdings auch kleinere Wagen zu Verfügung.

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