Jahres-Rückblick

Bauprojekte im Duisburger Süden sorgen für Konflikte

Der Karl-Harzig-Park in Ungelsheim wurde für 200 000 Euro neu gestaltet und dieses Jahr eingeweiht.

Foto: Stephan Eickershoff/Archiv

Der Karl-Harzig-Park in Ungelsheim wurde für 200 000 Euro neu gestaltet und dieses Jahr eingeweiht. Foto: Stephan Eickershoff/Archiv

Landschaftsschutzgebiete sollen zu Wohngebieten werden, das XXL-Bad verzögert sich mal wieder, und eine Dauerbaustelle sorgt für Umwege.

Alter Angerbach. Mehr als 300 Häuser oder 15 Hektar Freifläche: Zwischen diesen beiden Gegensätzen bewegt sich der Streit zwischen der Stadt Duisburg und dem Bürgerverein Huckingen. Während die Verwaltung am Alten Angerbach eine hochwertige Bebauung realisieren will, startete der Bürgerverein für sein Ziel, stattdessen die bestehende Freifläche zu erhalten, eine Online-Petition. 2820 Unterschriften überreichte der Bürgerverein an Baudezernent Carsten Tum. Wie ein Kompromiss aussehen könnte, ist allerdings fraglich.

Masurensee. Eines der vielen Themen, die im Rahmen des Bauprojekts Wedau/Bissingheim anstanden. Der See selbst soll eine Uferpromenade bekommen. Die Kleingärtner an der Masurenallee müssen umziehen, und zwar bis Ende 2018. Nachdem der Rat der Stadt dem Großprojekt in diesem Jahr zugestimmt hat, können nun die Detailplanungen beginnen. Bis zu 3000 Wohneinheiten sollen bis zum Ende des Jahrzehnts entstehen – vom sozialen Wohnungsbau bis hin zur Villa.

Immerhin: Der Karl-Harzig-Park ist schon fertig

Karl-Harzig-Park. Gut 200 000 Euro hat die Umgestaltung des Ungelsheimer Parks gekostet, Ende Juli wurde er eröffnet. Die Wege durch den neuen Park sind nun barrierefrei, zahlreiche neue Pflanzen sorgen für frisches Grün.

Rahmerbuschfeld. Auch gegen die Bebauungspläne der Stadt im derzeitigen Landschaftsschutzgebiet gab es eine Online-Petition. 2200 Unterschriften bekam Bezirksbürgermeister Volker Haasper überreicht. Die Bezirksvertretung entschied sich trotzdem für die Bebauung. Am Rahmerbuschfeld sollen zwischen 60 und 90 Einfamilienhäuser sowie ein Supermarkt entstehen.

XXL-Bad. Anfang des Jahres hieß es noch, bis Ende 2016 solle Baurecht geschaffen sein für das neue Spaßbad. Das hätte bedeutet: Badebetrieb ab Mitte 2018. Im November dann wurde eine erneute Verzögerung bekannt: Nun soll es 2021 werden, bevor im XXL-Bad geplanscht werden kann. Unterdessen verlieren die Mitglieder der Bezirksvertretung Süd den Glauben an den großen Plan – und fordern einen Plan B für den Fall, dass er ins Wasser fällt.

Zukunftspläne für Grundschule sind umstritten

Mündelheimer Straße. Baubeginn nach Plan hingegen in Sachen Kanalbau: Mit der Mündelheimer Straße ist eine der Hauptverkehrsadern des Duisburger Südens bis Anfang 2019 zur Dauerbaustelle geworden. Nur noch in eine Richtung geht es vorwärts. Grund ist die Verlegung des neuen Mischwasserkanals, der neu bisherigen aus dem Jahr 1932 ersetzt.

Albert-Schweitzer-Grundschule. Viel Ärger zum Jahresabschluss: Deutlich mehr als, wie bislang bekannt, das Gelände der ehemaligen Förderschule will die Verwaltung zu Bauland umwidmen. Gegen den Umbau protestieren Schule und Elternpflegschaft; eine Elterninitiative namens „Bildung braucht Platz“ dagegen hat sich gegründet. Trotzdem könnten ab Januar die Bagger anrollen.

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