Sanierung

Bauarbeiten an Entenfangbrücke in Bissingheim werden teurer

Die Kosten für die Sanierung der Fußgängerbrücke am Entenfang betragen rund 975.000 Euro.

Die Kosten für die Sanierung der Fußgängerbrücke am Entenfang betragen rund 975.000 Euro.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg-Bissingheim.   Gleich mehrere Probleme verzögern und verteuern die Sanierung der gut 40 Jahre alten Entenfangbrücke im Duisburger Süden um fast 300.000 Euro.

Die fast 40 Jahre alte Entenfangbrücke, die in Bissingheim über die Bahngleise führt, wird derzeit saniert (wir berichteten). Das Widerlager – das Stück, dass die Brücke mit dem Erdwall verbindet – weißt erhebliche Mängel auf. Jetzt werden die Sanierungsmaßnahmen teurer und dauern länger.

Die Gründe sind vielfältig. Fast 300.000 Euro mehr kosten die Bauarbeiten jetzt, statt der bisher kalkulierten 690.000 Euro nun 975.000 Euro. Obwohl der Entenfangexpress RB 37 eingestellt und durch eine Busverbindung ersetzt wird, erleichtert das die Bauarbeiten nicht, heißt es in einer Beschlussvorlage der Stadt. Nach der Einstellung des Entenfangexpress im Dezember könnte theoretisch ohne Sperrpausen und Schienenersatzverkehr – also ohne Mehrkosten – gearbeitet werden.

Gleis wird noch 36 Monate genutzt

Aber: Das RB 37-Gleis wird von der Bahn weiterhin, mindestens 36 Monate, genutzt, die Arbeiter müssen das sogenannte „Lichtraumprofil“ des Gleises und eines benachbarten Gütergleises nutzen. Deshalb können die Arbeiten nur Nachts in den Sperrpausen der Bahn durchgeführt werden, und das sind gerade einmal rund vier Stunden pro Nacht.

Die Sperrpausen sind auch deshalb notwendig, weil die Oberleitungen der einzelnen Gleise nicht separat abgeschaltet werden können. Außerdem ist das östliche Widerlager der Brücke so marode, dass sofort gehandelt werden muss, und nicht erst nach einem weiteren Bauverzug von 36 Monaten, der aus der Betriebsplanung der Bahn resultieren würde. Die kurzen Arbeitsintervalle in der Nacht sorgen für eine längere Bauzeit.

Noch dazu wurden bereits Ende 2018 Bauaufträge in Höhe von 620.000 Euro und Planungsleistungen von 85.000 Euro vergeben. Würden die Bauarbeiten noch um 36 Monate verzögert werden, entstünden „erhebliche Folgekosten durch Regressansprüche der beauftragten Unternehmen.“

Die Kosten für den Schienenersatzverkehr könnten auch durch das städtische Busunternehmen anstelle des Subunternehmers „Busverkehr Rheinland“ nicht eingespart werden. Der Grund: Die Ressourcenknappheit des städtischen Busunternehmen sorgt dafür, das die Stadt den Ersatzverkehr nicht stemmen kann.

Arbeiten auch an Oberleitungen

Zusätzliche Kostensteigerungen ergeben sich laut Beschlussvorlage außerdem noch aus Oberleitungsarbeiten und zusätzliche notwendig gewordenen Sicherungsmaßnahmen, die aus geänderten Vorschriften der Deutschen Bahn resultieren.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben