Spenden-Aktion

Aufruf zur Tierfutter-Spende löst überwältigende Hilfe aus

Daniel Krethen und Anna Grünewald finden kaum noch Platz für all die Spenden.

Daniel Krethen und Anna Grünewald finden kaum noch Platz für all die Spenden.

Foto: Michael Dahlke

Duisburg-Hüttenheim.   Eigentlich wollten zwei Hüttenheimer nur ausmisten und ihre Freunde um übrigen Tier-Kram bitten. Dann spendeten plötzlich auch viele Fremde.

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Wie kann man das beschreiben? Stellt man Anna Grünewald und Daniel Krethen diese Frage, antworten sie: „Unser Wohnzimmer ist voll!“ Mitte Oktober starten sie ihre eigene, da eigentlich noch kleine Hilfsaktion via Facebook. Haustierzubehör, Sachspenden, sehr gerne auch Tierfutterspenden, das Motto: „Jede Dose hilft“. Vor wenigen Tagen war nun der letzte Sammel-Tag, und Daniel Krethen resümiert: „Wir sind einfach nur überwältigt.“

Zählen können sie all die Dosen und all das Zubehör längst nicht mehr. Die Decken und Kissen fanden noch halbwegs Platz im Wohnzimmer der beiden, alles andere, alles Verpackte, musste runter in den Keller. „Wir mussten hier ja auch noch irgendwie leben“, sagt Daniel Krethen und lacht.

Eigentlich hatten sie nur mit Kleinspenden gerechnet

Dass ihre Idee auf so große Resonanz stoßen würde, das hatten die beiden nicht erwartet. „Wir haben mit Kleinspenden gerechnet“, sagt Daniel Krethen dann auch. Was die beiden Hüttenheimer ebenfalls nicht vermutet hätten: „Wir haben in den vergangenen zwei Monaten so viele tolle Menschen kenngelernt“, erinnert sich Krethen.

Manchmal war es aber auch schwer, etwa, als sich Besitzer eines Haustieres, das zuvor verstorben war, an die beiden Spendensammler gewendet haben. Dann waren da aber auch Menschen, die dem Aufruf gefolgt sind und gar kein Haustier besitzen. Menschen, die einfach nur helfen wollen.

Die Spenden gehen zum Teil an die Tiertafel Duisburg

Anna Grünewald und Daniel Krethen wollen die Spenden in den nächsten Tagen bei der Tiertafel Duisburg und dem Verein Shalom Kleve abgeben. Nur wie, das wissen sie noch nicht so genau, hoffen auf große Transporter mit viel Ladefläche. Denn ihr eigenes Auto für all die schönen Sachen ist ja viel zu klein. Fest steht: Die Spenden sollen die bedürftigen Tierbesitzer noch vor dem Weihnachtsfest erreichen. So war es ja auch gedacht, als „Weihnachtsüberrraschung“, sagt Krethen.

2017 könnte es eine erneute Spenden-Aktion geben

Und was ist 2017? Gibt es dann wieder einen kleinen Aufruf für eine ganz groß werdende Aktion? „Jetzt sind erstmal unsere Examen dran“, erklärt Daniel Krethen. Vorstellen könnte er es sich aber doch irgendwie. Wer weiß, vielleicht wird es noch erfolgreicher als dieses Jahr... „Dann bräuchten wir definitiv ein Lager!“, meint Krethen.

Das letzte Wort, es hat Daniel Krethen, der Sammler. Denn das ist ihm und Anna Grünewald sehr wichtig: „Unser großer Dank geht an alle Spender.“

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