Duisburg. Im Freibad Wolfssee an der Duisburger Sechs-Seen-Platte ist eine große Zeltstadt entstanden. Sie wird dort mehrere Wochen bleiben.

Im Freibad Wolfssee tut sich etwas – allerdings hat das noch nichts mit der anstehenden Badesaison zu tun. Auf den Liegeflächen des Duisburger Freibades ist in den vergangenen Tagen eine kleine Stadt entstanden.

Mehrere weiße Zelte stehen nun dort, wo sich im Sommer die Badegäste in der Sonne entspannen. Ab Freitag, 24. März, wird dort vier Wochen lang, jeweils ab 17 Uhr, gefeiert: Beim „Nehiri Ramazan“, dem Kulturfestival an der Sechs-Seen-Platte.

Ramadan: Kulturfest am Wolfssee in Duisburg

„Wir wollen hier bis zum Ende des Ramadans am 21. April allen Menschen jeden Abend einen Ort zum Fastenbrechen, zum Austausch, zum Feiern, zum Lachen und zum friedlichen Miteinander bieten“, sagt Veranstaltungsleiter Ali Zabad. In den letzten Monaten hat er zusammen mit seiner Frau Sarah Ayoub, der Veranstalterin, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

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Dabei war die Auswahl der Location für das Ramazan-Festival kein Zufall. „Wir betreiben den MiMo-Beach hier am Freibad. Kennen die Gegebenheiten und die Freibad-Betreiber natürlich“, sagt Ali Zabad. „Das Gelände hier am Wolfssee ist einfach ideal. Es gibt ausreichend Parkplätze, sanitäre Anlagen und vor allem viel Platz.“

Über 2100 Quadratmeter Zeltfläche wurden für die kommenden Wochen aufgebaut. „Es wird einen Bazar geben, ein vielfältiges gastronomisches Angebot, Musik- und Tanzgruppen werden auftreten, es gibt ein internationales Kinderprogramm sowie eine extra Kinderbetreuung“, zählt Zabad auf. „Und als Highlight dann natürlich das Comedy-Programm am 1. und 8. April.“ Auftreten werden an den beiden Samstagen die Comedians Khalid Bounouar, Amjad (1. April), Benaissa Lamroubal und Hany Siam (8. April).

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Bis auf Karfreitag (7. April) ist das Kulturfestival täglich ab 17 Uhr geöffnet. „Wir hoffen, dass möglichst viele Besucher kommen“, sagt Ali Zabad. Dabei ist ihm wichtig zu betonen, dass wirklich jeder willkommen ist, egal, welcher Religion. „Das Festival im Ramadan soll Menschen und Kulturen vereinen und zusammenbringen. Das soll hier ein Fest der Liebe und des Friedens werden.“

Ein Blick in eines der weißen Zelte.
Ein Blick in eines der weißen Zelte. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND

Frank Skrube, Vorsitzender des Freibad-Betreibers DJK SV Poseidon, ist gespannt, wie das Kulturfestival an der Sechs-Seen-Platte angenommen wird. „Es wird bestimmt auch einige Spaziergänger geben, die vielleicht mal spontan vorbei schauen. Die Zelte sind ja nicht zu übersehen.“ Für Skrube ist das Fest auch ein guter Test für kommende Veranstaltungen.. „Wir schauen uns genau an, wie das Programm angenommen wird. Für den Herbst haben wir nämlich auch schon mehrere Ideen.“

Spenden für die Erdbebenopfer

An allen Tagen kostet der Eintritt zum Kulturfestival 3 Euro. Geöffnet ist täglich (außer am Karfreitag) von 17 bis 24 Uhr, freitags und samstags bis 1 Uhr. An allen Tagen werden auf der Veranstaltung Spenden für die Menschen in der Erdbebenregion gesammelt.