Schul-Verkehr

Anwohner fordert: Mit Blitzern gegen die Elterntaxis

Ein Vorschlag von Anwohner Manfred Sander: Die Stadt möge die Albert-Schweitzer-Straße in eine Einbahnstraße umwidmen. So will er das ihm lästige Wenden der Autos unterbinden.

Foto: Tanja Pickartz

Ein Vorschlag von Anwohner Manfred Sander: Die Stadt möge die Albert-Schweitzer-Straße in eine Einbahnstraße umwidmen. So will er das ihm lästige Wenden der Autos unterbinden. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Huckingen.  Die Elternhaltestelle an der Albert-Schweitzer-Schule ärgert die Anwohner. Einer fordert eine Einbahnstraße und Geschwindigkeitskontrollen.

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Es ist der erste Satz, den ein Besucher auf der Homepage der Albert-Schweitzer-Grundschule lesen kann: „Nutzen Sie bitte die Elternhaltestelle in der Straße ,Im Ährenfeld‘!“Bei der Elternhaltestelle handelt es sich um eine Parkzone, auf der die Eltern der Grundschüler parken können, um ihre Kinder abzusetzen. Im August 2014 wurde die Haltestelle als Pilot-Projekteingerichtet. Seitdem gab es immer wieder Zweifel an der Funktionsfähigkeit der Haltestelle, sowohl von der Grundschule als auch von Anwohnern. Manfred Sander wohnt auf der Albert-Schweitzer-Straße und sieht bis heute keine Verbesserungen: „Die paar Parkplätze reichen nicht. Die Verkehrsverhältnisse rund um die Grundschule sind katastrophal.“ Gerade das Wenden auf der Straße und das Parken auf dem Bürgersteig störe viele Bewohner der Straße immens.

Der Stadt liegen keine weiteren Anfragen zur Straße vor

Um etwas dagegen zu tun, hat Sander nach eigenen Angaben schon mehr als 25 Anfragen an den Rat der Stadt geschickt. Die letzte warf er im Januar in den Briefkasten. Bisher hat der Huckinger aber nur eine Eingangsbestätigung bekommen. „Die Bezirksvertretung Süd wird in ihrer Sitzung am 1. Juli beteiligt“, teilt Jörn Esser, Sprecher der Stadt, auf Anfrage der Südredaktion mit. Neben Sanders Brief liegen der Stadt momentan keine anderen Anfragen zu der Straße vor, sagt Esser.

„An der Albert-Schweitzer-Straße ist es noch nicht so schlimm wie an der St. George’s School. Trotzdem muss etwas passieren“, betont Manfred Sander. In seiner Anfrage schlägt der Huckinger vor, die Albert-Schweitzer-Straße in eine Einbahnstraße in Nord-Süd-Richtung von der Einmündung „Im Ährenfeld“ bis zur Straße „Am Bruchgraben“ zu ändern. So soll etwa das störende Wenden auf der Straße entfallen. „Die Autofahrer brauchen da teilweise mehrere Anläufe, bis sie das Auto gedreht haben, und halten so den ganzen Verkehr auf“, beschwert sich Sander.

Anwohner fordert Zebrastreifen und Geschwindigkeitskontrollen

Außerdem fordert Sander einen Zebrastreifen, um den Überweg besser sichtbar zu machen und um den Verkehr zu entschleunigen. Ein weiteres Problem: Es sei für die Anwohner zu den Stoßzeiten schwierig, einen Parkplatz zu finden, weil die Eltern die freien Flächen besetzten. „Mich haben schon viele Anwohner angesprochen, die mit der aktuellen Situation unzufrieden sind“, betont Sander die Problematik.

Aber auch ohne Bauarbeiten könne man die Situation verbessern: „Wenn man sich die Zeit nehmen würde, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen, würde das schon helfen“, ist Manfred Sander überzeugt.

Bezirksvertretung spricht im Juli über das Thema

Die Stadt gibt noch keine Auskunft darüber, was sie von den Vorschlägen hält: „Damit würden wir dem ganzen Verwaltungsakt vorweggreifen“, erklärt Jörn Esser. So bleibt Manfred Sander und seinen Nachbarn nichts anderes übrig, als zu warten, bis ihre Heimatstraße Anfang Juli Thema in der Bezirksvertretung ist.

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