Kran-Unfall

Umgestürzter Kran abgebaut: Mündelheimer Straße wieder frei

Fertig zum Abtransport: der demolierter Baukran in der Baustelle an der Mündelheimer Straße in Duisburg-Huckingen.

Foto: FUNKE Foto Services

Fertig zum Abtransport: der demolierter Baukran in der Baustelle an der Mündelheimer Straße in Duisburg-Huckingen. Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg-Huckingen.   Der Abbau des 86 Tonnen schweren Krans in Duisburg dauerte bis zum Donnerstagnachmittag. Mittlerweile ist die Straße wieder befahrbar.

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Der Teleskop-Kran, der am Mittwochmorgen im Duisburger Stadtteil Huckingen in eine Baustelle gestürzt war, ist am Donnerstagnachmittag abtransportiert worden. „Da waren alle Schutzengel zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagte Detlev Küpper, Mitarbeiter bei den Wirtschaftsbetrieben am Mittwochmorgen. Und seine Worte beschreiben sehr treffend, was an der Mündelheimer Straße passiert ist: An der Großbaustelle war ein etwa 86 Tonnen schwerer Teleskopkran umgestürzt. Zum Glück wurde niemand verletzt, der Kranführer und die in direkter Nähe tätigen Bauarbeiter kamen mit einem (großen) Schrecken davon.

Abtransport Baukran Duisburg

Der Teleskop-Kran, der am Mittwoch, 23. August, in eine Baustelle in Duisburg gestürzt war, ist tags darauf abtransportiert worden.
Abtransport Baukran Duisburg

Schon am späten Mittwochnachmittag waren zwei große Autokräne auf dem Weg, um den verunglückten Kran der Dortmunder Firma in den folgenden Abend- und Nachtstunden schnellstmöglich zu bergen. "Der Teleskopkran wird seit vergangener Nacht auseinandergeschweißt", sagt Silke Kersken von den Wirtschaftsbetrieben noch am Donnerstagmorgen. Die Mündelheimer Straße blieb bis 15.20 Uhr gesperrt, dann wurde sie wieder freigegeben. Die Bauarbeiten sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

Der Kranfahrer hat blitzschnell reagiert

Ein Anwohner aus dem Haus gegenüber hatte den Unfall aus nächster Nähe beobachtet: „Der Kranfahrer hat blitzschnell reagiert. Der war in Null Komma nichts raus aus seiner Kabine“. Und auch die drei Bauarbeiter, die sich in unmittelbarer Nähe aufhielten, konnten sich in Sicherheit bringen, so der Augenzeuge. Denn die hatte der Kranführer zuvor gewarnt.

Der Elektroingenieur im Ruhestand beobachtet die Baustelle seit Monaten mit großem Interesse. „Ich bewundere immer, wie geschickt die Kranführer mit ihrem Gerät umgehen“.

Eigentlich lief auch am Mittwochmorgen alles perfekt. Die Vortriebsmaschine, die der Kran am Haken hatte, schwebte bereits in der richtigen Position wenige Meter über der Baugrube. „Dann kippte das Ganze auf einmal“, so der Anwohner der Mündelheimer Straße. Der tonnenschwere Kran neigte sich zur Seite – zum Glück nicht in den morgendlichen Berufsverkehr.

Nach ersten Vermutungen war das Fahrzeug mitsamt dem auf etwa 20 Meter Höhe ausgefahrenen Kran umgestürzt, als eben die Vortriebsmaschine in die Baugrube gehoben werden sollte. Ob der Kran dafür zuvor nicht ausreichend gesichert wurde, ist bisher nicht bekannt.

Ein Gutachter sucht jetzt nach der Unfallursache

„Ein Gutachter ist beauftragt. Er ist gerade dabei, die Ursache herauszufinden“, erläuterte Severin Hagmans, Bauleiter bei den Wirtschaftsbetrieben, am Mittwochnachmittag. Die Arbeiten direkt an der Unfallstelle sind eingestellt worden, wie Hagmans weiter berichten konnte. In den anderen Bereichen der Baustelle konnte weitergearbeitet werden.

Im Laufe des Tages bildeten sich immer wieder mal größere, mal kleinere Gruppen von Schaulustigen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Der umgestürzte Baukran war das Gesprächsthema Nummer eins in Huckingen. Und auch Severin Hagmans sagt: „Ich mache das jetzt seit 25 Jahren und mir ist das zum Glück noch nie passiert“ – und da klingelt auch schon wieder sein Mobiltelefon. Ein bewegter Tag, nicht nur für den Bauleiter.

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