Konzert

Stürmischer Beifall für den Duisburger Polizeichor

Gast-Tenor José Manuel Montero und Sopranistin Francesca Caligaris (beiden vorn, r.) lieferten glänzende Darbietungen ab – ganz zur Freude des Publikums in der dreimal ausverkauften Mercatorhalle.

Foto: Lars Heidrich

Gast-Tenor José Manuel Montero und Sopranistin Francesca Caligaris (beiden vorn, r.) lieferten glänzende Darbietungen ab – ganz zur Freude des Publikums in der dreimal ausverkauften Mercatorhalle. Foto: Lars Heidrich

Duisburg.   Polizeichor Duisburg trat dreimal vor ausverkauftem Haus in der Mercatorhalle auf. Gelungene Mischung aus festlichen und besinnlichen Klängen.

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Die traditionellen Weihnachtskonzerte des „Polizeichors Duisburg 1928“ und seiner Freunde erfreuen sich nach wie vor so großer Beliebtheit, dass sich auch in diesem Jahr die Mercatorhalle drei Mal nahezu bis auf den letzten Platz füllen ließ. Die von Musikdirektor Axel Quast angerührte Mischung festlicher und besinnlicher Klänge aus alten und neuen Zeiten verfehlte auch in diesem Jahr ihre Wirkung nicht.

Abwechslungsreiches Programm

Das Motto des abwechslungsreichen Programms „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ bezieht sich auf Joseph Haydns berühmten Lobeshymnus aus seinem Oratorium „Die Schöpfung“, mit dem der erste Teil der Werkfolge so prächtig beschlossen wie er mit Emil Janssens Chor-Version des gleichen Textes eröffnet wurde. Zwei Gelegenheiten, alle Beteiligten des Abends zu Wort und Ton kommen zu lassen. Und das sind neben dem Polizeichor wie zuletzt auch der von Sebastian M. Ostmeyer betreute „Frauenchor der Polizei Duisburg 1983“ sowie das zuverlässig begleitende Orchester Oberhausen – beide treue Weggefährten der Gastgeber, die wesentlich zum Erfolg der Konzerte beitragen.

Der erste Teil widmete sich dem allgemeinen Gotteslob mit unterschiedlich gefärbten Werken von Beethoven und Mozart bis hin zu John Rutter und René Kollos „Weihnachtsfriede“, mit dem der Gast-Tenor José Manuel Montero glänzen konnte. Und die Sopranistin Francesca Caligaris stellte sich mit dem „Laudamus te“ aus Mozarts großer Messe in c-Moll besonders virtuosen Herausforderungen.

Haydns 1799 uraufgeführtes Oratorium „Die Schöpfung“, mit der der Komponist die Menschen in aufgewühlten Zeiten an die Schönheit der Erde erinnern wollte, die es zu bewahren und zu schützen gelte, hat nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Eine Botschaft, die dem Konzert einen nachdenklichen Akzent verlieh.

Nach der Pause ging es weihnachtlich zu: Angefangen von Emil Waldteufels „Schlittschuh-Walzer“, den das Oberhausener Orchester munter vortrug, über Gesänge aus verschiedenen Ländern bis hin zu diversen Bearbeitungen und Zusammenstellungen mehr oder weniger bekannter Weihnachtslieder, die in Leroy Andersons effektvollem Potpourri „A Christmas Festival“ und dem traditionellen Schlusspunkt des regulären Programms gipfelten: Händels „Halleluja“.

Zuvor wartete der Polizeichor traditionsgemäß mit einer Überraschung auf. Diesmal eroberte der 14-jährige Saxophonist Lewin Losemann die Herzen des dankbaren und begeisterten Publikums. Der seit seinem fünften Lebensjahr an der Duisburger Musik- und Kunstschule unterrichtete Schüler beeindruckte die Hörer mit Stücken wie „Karneval in Rio“ und „Das alte Schloss“ aus Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“.

Musikdirektor Axel Quast, von dem auch einige Chorarrangements stammen, sorgte wie gewohnt für einen reibungsvollen und künstlerisch hochwertigen Ablauf des ebenso unterhaltsamen wie besinnlichen Programms, was das Publikum in der Mercatorhalle mit begeistertem Beifall quittierte.

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