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Straßenverkehrsamt: Stadt sagt langen Wartezeiten Kampf an

Das Straßenverkehrsamt an der Ludwig-Krohne-Straße 6 in Duissern: Die langen Warte- und Bearbeitungszeiten dort sind ein Dauerärgernis.

Das Straßenverkehrsamt an der Ludwig-Krohne-Straße 6 in Duissern: Die langen Warte- und Bearbeitungszeiten dort sind ein Dauerärgernis.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Stadt will Situation im Straßenverkehrsamt verbessern. Wartemarken auch bei Führerscheinangelegenheiten. Mehr Online-Termine für die Zulassung.

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Lange Warteschlangen und lange Wartezeiten sind ein Dauerärgernis im Straßenverkehrsamt in Duissern. Die Stadt möchte mit neuen Angeboten und veränderten Öffnungszeiten die Situation bei Führerschein- und Zulassungsangelegenheiten ab Montag, 17. Juli, verbessern.

Wie bereits in der Zulassungsstelle können Kunden ab sofort auch in der Fahrerlaubnis-Behörde Wartenummern ziehen. Dadurch sollen die langen Schlangen vor den Büros aufgelöst werden. Allein am Freitag hat es dort laut Stadt Wartezeiten von im Schnitt 55 bis 100 Minuten gegeben. Nun soll bei einem Besuch des WC oder der Cafeteria zumindest niemand mehr Gefahr laufen, seinen Platz in der Warteschlange zu verlieren.

Kürzere Bearbeitungszeit

Außerdem ist die Behörde nun nicht mehr dienstags, sondern auch donnerstags geschlossen. Dies soll zu einer kürzeren Bearbeitungszeit bei den Führerscheinanträgen führen. Mittelfristiges Ziel seien sechs bis acht Wochen bei sogenannten Erst- und maximal drei Monate bei Neuerteilungen. Wie viele Führerscheinanträge derzeit noch abgearbeitet werden müssen, konnte die Stadt gestern auf Nachfrage allerdings nicht sagen. Persönlich vorsprechen können Bürger in der Behörde montags, mittwochs und freitags zwischen 8 und 12 Uhr. Wartemarken können dann jeweils ab 7.45 Uhr gezogen werden.

Die Stadt teilt außerdem mit, dass die Zulassungsstelle online auf www.duisburg.de, Stichwort Onlinezulassung, mehr Termine anbietet. Konkretere Angaben gab es aber auch dazu nicht. Nur so viel: Die Zahl der Online-Termine werde „in Abhängigkeit zum vorhandenen Personal vor Ort und Besonderheiten im Zulassungsbereich jeweils festgelegt“. Damit will die Stadt den Ansturm der Kunden am frühen Morgen eindämmen. Wenn die Besuche in der Zulassungsstelle über den Tag verteilt erfolgen, werde sich die Wartezeit für jeden Einzelnen deutlich verkürzen. Kunden mit Online-Termin müssen laut Stadt in der Regel nur wenigen Minuten warten.

Stadt: Personalsituation hat sich entspannt

Darüber hinaus habe sich die Personalsituation in der Zulassungsstelle seit längerer Zeit durch zusätzliche Projektstellen deutlich entspannt. So werde ein vorgezogener Annahmeschluss verhindert und montags, mittwochs und donnerstags auf eine spätere Uhrzeit verlagert – von 13 auf 14 Uhr. Dienstags und freitags bleibt der Annahmeschluss um 11.30 Uhr. Wer bis zum jeweiligen Annahmeschluss eine Wartemarke erhalten hat, bekomme laut Stadt noch am selben Tag die gewünschte Dienstleistung. „Es bleiben keine Anträge liegen“, so ein Sprecher. Wer selbst nicht erscheinen könne, habe die Möglichkeit, per Vollmacht eine andere Person oder einen Zulassungsdienst zu beauftragen.

Die Zulassungsbehörde ist ansonsten montags, mittwochs und donnerstags von 7 bis 16 Uhr sowie dienstags und freitags von 7 bis 13 Uhr geöffnet. Wartemarken werden am Schalter B ab 7 Uhr ausgegeben.

>>>>>Die meisten Anträge bekommt der Bürgerservice

Die meisten Führerscheinanträge werden laut Stadt gar nicht in der Fahrerlaubnisbehörde, sondern im Bürgerservice abgegeben. Dazu gehören Ersterteilungen, eine Verlängerung der Fahrerlaubnis oder eine erneute Ausstellung, wenn der „Lappen“ zuvor entzogen wurde.

Nur wenige Anträge, etwa nach dem Verlust des Führerscheins durch Unachtsamkeit oder Diebstahl, müssen demnach bei der Fahrerlaubnisbehörde direkt abgegeben werden

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