Drachenboot-Stadtmeisterschaft

Stadtmeisterschaft-Premiere der Drachenboot-Sportteams

Leistungssport im Takt der Trommel: Auf der Regattabahn ermittelten die Drachenboot-Sportler ihre Sieger auf den Kurz- und Langstrecken.

Leistungssport im Takt der Trommel: Auf der Regattabahn ermittelten die Drachenboot-Sportler ihre Sieger auf den Kurz- und Langstrecken.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Bei der ersten Drachenboot-Stadtmeisterschaft machen die Paddler bei besten Bedingungen an der Regattabahn Werbung für ihren Sport.

Michael Jasinski, der Organisationsleiter der ersten Duisburger Drachenbootmeisterschaft, war sichtlich zufrieden. Das Wetter am Samstag war einfach perfekt, die Stimmung an der Regattabahn bestens und guter Sport wurde auch geboten. Das war auch ganz im Sinne des Mitglieds des Meidericher Kanuclubs, der für die Durchführung der Premieren-Veranstaltung verantwortlich war.

Keine Kegelclubs mit lustigen Hüten

„Wir wollen zeigen, dass Drachenbootfahren echter Leistungssport ist, hier treten keine Kegelclubs mit lustigen Hüten gegeneinander an“, macht der Kanusportler deutlich. „Im Grunde sind das ja auch große Rennkanus“, fuhr Jasinski fort und erläutert, dass zwanzig Stechpaddler für die Geschwindigkeit auf dem Wasser sorgen. Hinzu kommen noch ein Steuermann und ein Trommler, der seinem Team den entsprechenden Takt vorgibt. „Ein Boot mit Besatzung kann so bis zu zweieinhalb Tonnen wiegen“, erklärt Jasinki und ergänzte schmunzelnd: „Bis heute Abend werden die Teilnehmer eine Menge Körner gelassen haben, das ist schon eine echte Herausforderung.“

Zwölf Mixed -Teams hatten für die Stadtmeisterschaft gemeldet. Gestartet wurde in den Kategorien Fun-, Breiten- und Leistungssport. Zudem wurden die Rennen über drei unterschiedlich lange Distanzen ausgetragen. Dabei ging es über 200, 500 und 2.000 Meter. Über die 200- und 500-Meter-Strecke trat jedes Team dreimal an, die „Marathon-Distanz“ von 2.000 Metern musste verständlicherweise nur einmal bewältigt werden.

Jede Besatzung paddelt 4.100 Meter

So kam jede Drachenboot-Besatzung auf eine Gesamtstrecke von immerhin 4.100 Metern. Für die Sieger, die nicht nur in den einzelnen Kategorien, sondern auch über die jeweiligen Distanzen ermittelt wurden, gab es reichlich Gelegenheit, sich feiern zu lassen. Das geschah sportlich stilvoll auf dem Siegespodest vor der Haupttribüne. Nur die sonst üblichen Pokale fehlten bei der Siegerehrung. Dafür entschuldigte sich Michael Jasinski: „Die haben wir im Internet geordert, man kann sie aber nicht präsentieren. Die sind totaler Schrott.“ Wer trotzdem nicht ohne Pokal den Sportpark verlassen wollte, konnte ihn sich still und verschämt im Organisationszelt abholen. Lange warten durften die interessierten Teams allerdings nicht. Jasinski: „Die werden morgen sofort entsorgt.“

Trainiert wird bei jedem Wetter auf dem Wolfssee

Im Mannschaftslager der weiß-blauen „SeeBras“ herrschte gute Laune, denn dort wurde bereits der Sieg in der Funsport- Klasse gefeiert. „Wir sind ursprünglich aus der Handballabteilung des MSV hervorgegangen, sind aber mittlerweile bei der Wanheimer Kanugilde gelandet“, erläuterte Karl Weiner, mit „Vierundsechzigeinhalb“ der Älteste im Boot. Trainiert wird einmal in der Woche auf dem Wolfssee, und das „bei jedem Wetter“, wie er betont. Aber nicht nur Karl Weiner ist mit viel Ehrgeiz dabei, auch seine 19-jährige Teamkameradin Dana Schmitt macht begeistert mit: „Das macht echt Spaß, meine Sportkameraden sind alle nett und hohen Druck machen wir uns eigentlich auch nicht.“

Michael Jasinski möchte die Stadtmeisterschaft zu einer festen Einrichtung machen: „Wir sind die Kanu-Stadt in Deutschland, haben mit der Regattabahn eine Top-Anlage und jeder Sportler ist stolz, hier sein Können zeigen zu dürfen.“

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