Aktivisten

Sprüh-Aktion als Protest gegen AfD-Stammtisch im „Franky’s“

Wurde Opfer einer politisch motivierten Aktion: Frank Betke vom „Franky’s Club Restaurant“.

Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Wurde Opfer einer politisch motivierten Aktion: Frank Betke vom „Franky’s Club Restaurant“. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Duisburg.   Selbst ernannte „Antifa-Aktivisten“ haben das „Franky’s“ im Silberpalais als „rassistischen Tatort“ markiert, als Protest gegen den AfD-Stammtisch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Am Tag nach dem "Vorfall" gab sich Frank Betke, Chef vom „Franky’s Club Restaurant“ im Silberpalais, am Telefon wortkarg: "Da ist doch nichts gewesen. Ich will das nicht größer machen, als es ist." Nach einer offenbar politisch motivierten Aktion vor dem Lokal ermittelt allerdings der Staatsschutz der Duisburger Polizei wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und Beleidigung. Am Donnerstag gegen 18 Uhr erschienen vor dem Eingang mindestens acht in weiße Maleranzüge gekleidete junge Männer und Frauen. Sie sperrten den Bereich vor dem Restaurant, einst als „Da Bruno“ Schauplatz der Duisburger Mafia-Morde, mit rot-weißem Flatterband ab und sprühten Schriftzüge wie „Achtung. Rassistischer Tatort“ auf den Boden. Auch die Silhouette eines Leichnams hinterließen sie auf dem Asphalt. Dabei begleiteten die selbst ernannten „Antifa-Aktivist*innen“ ihre Aktion und stellten die Bilder später ins Netz. Laut Antifa-Homepage war die Aktion als Protest gegen die regelmäßig im „Franky’s“ stattfindenden Stammtische der Alternative für Deutschland (AfD) gedacht. Dort werde „Hetze“ verbreitet, so der Vorwurf der Aktivisten.

Im Haus treffen sich Parteien, Gewerkschaften und Karnevalsvereine

Betke hatte bereits im Februar einen Drohbrief von der „Antifaschistischen Aktion“ erhalten, verbunden mit der Ankündigung, gegen die AfD-Stammtische vorzugehen. Der Gastronom, in dessen Haus sich auch Vertreter anderer Parteien, von Gewerkschaften oder Karnevalsvereinen treffen, sieht auch nach dem aktuellen Vorfall keinen Anlass, seine Meinung zu ändern: „Ich lasse mich nicht erpressen“, hatte er der Redaktion bereits im Februar gesagt, „das sind keine Rechtsextremisten, sondern ganz normale Bürger.“

Nach der Aktion vom Donnerstag sucht die Polizei Zeugen. Hinweise können unter der Telefonnummer 0203/2800 abgegeben werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (61) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik