Landtagswahl

SPD bleibt trotz Wahlpleite in Duisburg stärkste Kraft

Jubel bei der CDU im Duisburger Rathaus nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen der Landtagswahl.

Foto: Stephan Eickershoff

Jubel bei der CDU im Duisburger Rathaus nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen der Landtagswahl. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  CDU feiert sich als Wahlsieger, auch wenn sie in Duisburg hinter der SPD liegt. Petra Vogt und Birgit Beisheim wohl nicht im neuen Landtag.

Lange Gesichter bei der SPD, Riesenjubel bei der Duisburger CDU. Obwohl noch keine lokalen Ergebnisse vorliegen, feiern die Christdemokraten im Duisburger Rathaus den Wahlsieg ihrer Partei in Nordrhein-Westfalen. Auch bei der FDP, dem zweiten Gewinner dieses Wahltages, denkt man schon über eine neue schwarze-gelbe Koalition nach. Und so verwundert es nicht, dass CDU-Chef Enzweiler sich direkt in Richtung FDP aufmachte. Währenddessen hofft die SPD nun darauf, dass die Linken noch in den Landtag einziehen. "Das ist ein Traum", so Thomas Mahlberg (CDU), er hofft genau wie der FDP-Vorsitzende Thomas Wolters nun auf Schwarz-Gelb im Land.

AfD aktuell in Duisburg drittstärkste Kraft

Trotzdem sieht es in Duisburg so aus, dass die Sozialdemokraten stärkste Kraft in der Stadt bleiben und alle vier SPD-Kandidaten auch dem neuen Landtag angehören werden. Ihr Büro in Düsseldorf räumen müssen indes wohl Birgit Beisheim von Bündnis 90/Grünen und Petra Vogt (CDU). Beisheim hätte über die Liste einziehen können, wenn ihre Partei um die neun Prozent geholt hätte. Petra Vogt steht zwar auf Platz 10 der CDU-Landesliste, da ihre Partei aber nach bisherigem Stand so viele Direktmandate holen konnte, dass wohl selbst dieser Platz nicht ausreichen wird.

Insbesondere im Duisburger Norden hat die AfD in einigen Stimmbezirken viele Stimmen holen können. In Obermarxloh etwa hat der Kandidat der Alternative für Deutschland sogar mehr als 17 Stimmen für sich verbuchen können. Noch sind in dem Stadtteil aber nicht alle Stimmen ausgezählt. Auffällig ist, dass die AfD in vielen Stadtteilen, in denen es in der Vergangenheit Diskussionen über Migration aus Südosteuroa gab, hat punkten können und zweistellige Ergebnisse eingefahren hat. Stadtweit liegt die AfD derzeit bei 10 Prozent der Stimmen, nach SPD und CDU das dritthöchste Ergebnis.

Wahlbeteiligung steigt um fast zehn Prozent

Bereits am Nachmittag hatte sich auch in Duisburg eine hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Schon um 16 Uhr hatten 2017 bereits mehr Menschen gewählt als in den Vorjahren: 43,66 Prozent der rund 329.000 wahlberechtigten Duisburger hat zu diesem Zeitpunkt bereits ihre Stimme abgegeben. Zusammen mit den Stimmzetteln der Briefwahl liegt die Wahlbeteiligung bei 55,75 Prozent. Es zeichnete sich eine rund zehn Prozent höhere Wahlbeteiligung als noch fünf Jahre zuvor ab.

In zwei Stimmbezirken in Hamborn und Wanheimerort startete der Wahltag mit kleinen Verzögerungen. Laut Auskunft der Stadt hatte in einem Fall ein Wahlhelfer möglicherweise in der Nacht zuvor zu heftig gefeiert und hatte seinen Dienst nicht nüchtern angetreten. Der Wahlhelfer wurde nach Hause geschickt, Wahlamtsleiter Burkhard Beyersdorff wird den Wahlhelfer jetzt nach der Wahl noch einmal "ins Gebet nehmen". Da sich in dem Wahllokal aber noch weitere Stimmbezirke befinden, konnten die Bürger trotzdem wählen. (-er/mawo)

So wählten die Duisburger. Sobald uns die Ergebnisse aus den Stimmbezirken vorliegen, können Sie diese auf unserer Karte anklicken:

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