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SPD: 40 Jahre Ortsvereinsvorsitzender in Duisburg

Ratsherr Theo Peters ist seit 40 Jahren Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hochfeld-Süd.

Foto: Christoph Wojtyczka

Ratsherr Theo Peters ist seit 40 Jahren Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hochfeld-Süd. Foto: Christoph Wojtyczka

Duisburg.   Das ist einsamer Rekord in der Duisburger SPD: Theo Peters ist seit 40 Jahren ununterbrochen Vorsitzender seines Ortsvereins.

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Im März ist er wiedergewählt worden. Mit 100 Prozent der Stimmen. Damit steht Theo Peters runde 40 Jahre an der Spitze der SPD Hochfeld-Süd. Länger führt – zumindest in Duisburg – kein Genosse seinen Ortsverein.

Bis jetzt, blickt Peters zurück, habe er noch nie einen Gegenkandidaten gehabt, obwohl sich der 83-Jährige durchaus jüngere Nachwuchspolitiker in Hochfeld wünschen würde.

Am 1. Mai 1962 ist Peters Mitglied der SPD geworden. „Die Partei stand mir sehr nahe“, sagt er, vor allem wegen ihrer Orientierung auf die Interessen der Arbeitnehmer. Das passte: Schlosser hat Peters gelernt, war später Elektro-Kalkulator, dazu 1. Vorsitzender der IG Metall-Vertrauensleute bei der Niederrheinischen Hütte in Hochfeld, deren Belegschaft nahezu vollständig gewerkschaftlich organisiert war.

Umwelt- und Sportpolitik sind seine Lieblingsthemen

Seit 1984 vertritt Peters den Wahlkreis Hochfeld-Süd/ Wanheimerort-West im Stadtrat, Umwelt- und Sportpolitik gehören seither zu seinen Lieblingsthemen. Und stets behielt er Hochfeld in seinem Blick. Für den Abriss des Bunkers auf dem Hochfelder Markt habe er am meisten Applaus bekommen in dieser Zeit, noch mehr wertet er aber als Erfolg, dass die Entwicklungsgesellschaft Duisburg sich auch um Hochfeld gekümmert hat, dass es gelungen sei, viele Millionen Euro Fördergelder in den nicht einfachen Stadtteil zu lenken.

Dadurch sei der Rheinpark ermöglicht worden – und die weitere Neunutzung der alten Industriefläche am Strom verbindet Peters mit großen Erwartungen: „Das Gelände ist entwicklungsfähig“, formuliert er zurückhaltend und verweist auf die mögliche Ansiedlung von einkommensstärkeren Menschen in einem Stadtteil, der in den vergangenen Jahrzehnten über 15 000 Arbeitsplätze bei Unternehmen wie Kupferhütte, Niederrheinische Hütte oder Matthes & Weber verloren habe.

Ratstätigkeit bis 2020

Als Ortsvereinsvorsitzender ist Theo Peters auf weitere zwei Jahre gewählt, und für das Spitzenamt vor Ort nennt er zwei Devisen: „Ich will es nicht alleine machen“, sondern im Team mit anderen Sozialdemokraten. Und: „Wenn ich anfange, mich zu ärgern, höre ich auf.“ Auf jeden Fall aufhören will er mit der Ratstätigkeit, wenn im Jahr 2020 neu gewählt wird.

„Alles mit Augenmaß machen“, ist ein weiteres Motto des erfahrenen und seit Jahrzehnten engagierten Kommunalpolitikers, der aber auch ein Privatleben hat. Er ist verheiratet, hat eine Tochter und ein Enkelkind. Dazu einen Hund, den er mit „90 Prozent Pudel“ beschreibt und der ihn in Bewegung hält. Seinen Lieblingssport Ski-Langlauf, dem er er 30 Jahre frönte, hat er vor drei Jahren aufgegeben. Auch sei er früher ein passionierter Tänzer gewesen, berichtet Peters.

>>30 ORTSVEREINE IN DUISBURG

30 Ortsvereine hat die Sozialdemokratische Partei Deutschlands in Duisburg. Die nächsthöhere organisatorische Ebene ist der Unterbezirk, der die ganze Stadt umfasst.

Am 1. Mai 1864 begann die Geschichte der Duisburger SPD mit der Gründung einer lokalen Gliederung des Allgemeinen Deutschen Arbeiter-Vereins (ADAV).

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