Aktionswoche

Sommer-Uni: Schülern Lust auf Naturwissenschaft machen

Der technische Mitarbeiter Daniel Scholz erklärt den Mädchen am Modell, wie sie Hologramme erstellen.

Der technische Mitarbeiter Daniel Scholz erklärt den Mädchen am Modell, wie sie Hologramme erstellen.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   40 Mädchen und 60 Jungen experimentieren in der Sommer-Uni der UDE eine Woche zu Sudokus, LEDs, Wasseraufbereitung, Planeten oder Logistik.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Kann es Leben auf dem Mars geben? Was hat Magie mit Magnetismus zu tun? Und wie entstehen eigentlich Hologramme? Mit solchen und weiteren Fragen will die Sommer-Uni Lust auf Natur- und Ingenieurwissenschaften machen. Eine Woche lang blicken rund 100 Schüler in den Uni-Alltag, besuchen Vorlesungen und knüpfen erste Kontakte zu Professoren und Unternehmen aus der Wirtschaft.

Thananjayan Sooriakumeran weiß schon ziemlich genau, was er nach dem Abitur machen möchte. „Ich würde gerne Ingenieurwissenschaften studieren“, sagt der 15-Jährige aus Essen. Dafür informiert er sich über verschiedene Hochschulen und Studiengänge. „Die Woche hier ist ganz interessant“, findet er. „Vor allem das Treffen mit Unternehmen ist hilfreich, da kann man Kontakte knüpfen und sich über Berufsmöglichkeiten informieren.“ Termine mit Konzernen hat er bereits ausgemacht. Wenn man weiß, was man studieren möchte, sei es gut, sich so früh wie möglich über Hochschulen zu informieren, findet Thananjayan. „So kann man die Leistungskurse entsprechend wählen.“

Abwechslung vom Schulalltag

Das findet auch sein Gruppen-Partner Thorben Sarnowski (15), der in Duisburg wohnt und in Bonn ein Internat besucht. „Ich weiß aber noch nicht genau, was ich studieren möchte“, sagt der Zehntklässler. Maschinenbau würde für ihn in Frage kommen, aber auch andere Studiengänge findet er interessant. Überhaupt: Einmal Uni-Luft zu schnuppern sei „eine tolle Abwechslung vom Schulalltag“.

Keine Berührungsängste mit Naturwissenschaften haben Amelie Könemann (17), Alexandra Kreil (15) und Clarissa Milicevic (17). Sie kommen gerade aus ihrer ersten Vorlesung. „Es ging um die Frage, ob Leben auf dem Mars möglich ist“, erklären die Mädchen. „Das war ganz spannend.“ Nach der Mittagspause geht es weiter mit „Holografie – Zaubern mit Licht“. Dabei sind es eigentlich die Vorlesungen in Essen, auf die sich Clarissa freut. „Ich würde gerne Medizin studieren“, sagt die 17-Jährige, deren Eltern in Duisburg leben. Sie selbst besucht eine Schule in Schottland und wird auch dort ihren Abschluss machen. „Daher schaue ich mir verschiedene Unis in beiden Ländern an.“ Gerne hätte sie in England studiert, „mit dem Brexit muss ich mir das aber noch mal überlegen“, sagt Clarissa. Die Uni Duisburg-Essen punktet aber mit der Nähe zu ihrer Familie.

Im Ausland studieren

Amelie besucht die elfte Klasse eines Essener Gymnasiums und könnte sich vorstellen, Mathe und Chemie auf Lehramt zu studieren. „Aber das steht noch nicht ganz fest.“ Auch Alexandra aus Mettmann hat sich noch nicht entschieden. „Aber das hat auch noch Zeit“, sagt die Zehnklässlerin. Wichtig seien für die Mädchen nicht nur die Studieninhalte, gute Anbindung und Campus-Atmosphäre, sondern auch Möglichkeiten, Auslandssemester während des Studiums zu absolvieren. Ob und wie das möglich ist, erfahren sie von den Tutoren, älteren Semestern, die sie in der Orientierungswoche begleiten und Fragen beantworten.

Auch Marie-Kristin Pankrath steht den Jugendlichen beratend zur Seite. Die Master-Studentin nahm vor elf Jahren selbst an der Sommer-Uni teil und entschied sich daraufhin für den Studiengang Maschinenbau. „Damals haben wir ein 3D-Modell eines Roboters erstellt und ich dachte ‘wow’, Maschinenbau kann ja richtig kreativ sein.“ Mittlerweile organisiert sie die vierte Sommer-Uni mit. Und das, obwohl sie in drei Wochen ihre Masterarbeit abgeben muss. „Ich finde es schön, den Schülern Hilfestellung bei der Orientierung geben zu können.“

>>> Markt der Studienmöglichkeiten am Donnerstag

Am Donnerstag, 23. August, gibt es von 13.30 bis 15 Uhr einen Markt der Studienmöglichkeiten (Campus Duisburg, Raum SG 135). Dieser steht nicht nur den Schülern, sondern allen Interessierten offen. Dort präsentieren sich die naturwissenschaftlich-technischen Bereiche – von Nano bis Medizin – und beantworten Fragen.

Die meisten Teilnehmer der Sommer-Uni kommen aus der Region und sind zwischen 15 und 20 Jahre alt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben