Rosenmontag

Der Duisburger Rosenmontagszug: "Noch nie so groß und bunt"

Zehntausende Jecken werden in diesem Jahr am Rosenmontag erwartet, wenn die Karnevalisten durch Duisburgs Innenstadt ziehen.

Foto: Stephan Eickershoff

Zehntausende Jecken werden in diesem Jahr am Rosenmontag erwartet, wenn die Karnevalisten durch Duisburgs Innenstadt ziehen. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Zugleiter Thomas Erlacher freut sich: 3000 Karnevalisten, 42 Wagen und 30 Musikkapellen werden am Rosenmontag durch Duisburgs Innenstadt ziehen.

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„Duisburger Karneval besuchen ist wie tierisch guten Urlaub buchen.“ Mit diesem Motto gratuliert der Rosenmontagszug am 12. Februar dem Duisburger Reiseunternehmen Schauinsland, das 100 Jahre alt ist, und sich selbst: Fast auf den Tag genau zog vor 90 Jahren der erste Rosenmontagszug durch Duisburgs Straßen.

„So groß und so bunt war der Zug noch nie“, freut sich Zugleiter Thomas Erlacher. Denn aus dem Aufstellgebiet an der nördlichen Grabenstraße und ihren Nebenstraßen in Neudorf werden sich um 13.11 Uhr 42 Prunk-, Motiv- und Bagagewagen, 32 Musikkapellen und mehr als 70 Fußgruppen auf die rund dreieinhalb Kilometer Strecke durch die Innenstadt begeben. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Zahl der Wagen noch einmal um sechs gesteigert werden. Und auch die Zahl der Teilnehmer ist so groß wie nie: Fast 3000 Narren werden durch die Stadt marschieren.

„Lübecker Freibeutermucke“ und „Kyburg Geischter“

Aus gegebenem Anlass ist Schauinsland mit einem Festwagen vertreten. Die Ehrengarde der Stadt Duisburg hat ihren Fuhrpark verstärkt und auch der TSV Meiderich, die KG Blau-Gold und die MSV Kids sind diesmal motorisiert unterwegs. Unter den beliebten Musik- und Spielmannszügen sind wieder viele Formationen aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden. Die weitesten Anreisen haben die „Lübecker Freibeutermucke“ und die „Kyburg Geischter“ aus Winterthur in der Schweiz.

„Ich freue mich persönlich sehr darauf, dass wir nach fast 20 Jahren wieder eine Stelzenläufergruppe im Zug haben werden“, lächelt Thomas Erlacher. Und weist darauf hin, dass einige der Läufer Sicht bis in die Fenster des 2. Obergeschosses haben. „Ende der 90-er Jahre hat so ein Läufer mal ein Paar bei der freizügigen Freizeitgestaltung erschreckt und wäre vor Lachen beinahe von der Stange gefallen.“

Unveränderte Zugstrecke

Die Zugstrecke ist unverändert: Von der Ecke Memel- und Bismarckstraße führt sie über Oststraße, Ludgerimarkt, Klöckner- und Neudorfer Straße zur Mülheimer Straße und dann über Landfermannstraße, Köhnen- und Gutenbergstraße geradewegs zum Rathaus. Die letzte Etappe führt nach einem Rechtsschwenk über Oberstraße und Springwall zum Stapeltor wo der Zug in den Philosophenweg einbiegt und endet. Brennpunkt des närrischen Geschehens wird wieder der Opernplatz sein, wo die VIP-Tribüne des Hauptausschuss Duisburger Karneval steht und der Zug live kommentiert wird.

Beim Thema Sicherheit gibt es nicht viel Neues: Nach dem Streit um mobile Sperren im Gefolge des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt bleiben die Auflagen für die Karnevalisten auf hohem Niveau. „Um die Sperren kümmert sich wie schon 2017 wieder die Stadt Duisburg“, ist Thomas Erlacher erleichtert. Mehr als 300 Helfer werden den Rosenmontagszug sichern. Allein an jedem Großwagen werden acht Wagenengel gebraucht, die darauf achten, dass kein Kind bei der Jagd nach Süßigkeiten unter ein Rad kommt.

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