Robolympics

Sieg bei Olympiade der Schüler-Roboter für „Mannesmänner“

So sehen Sieger aus: Das Team I des Mannesmann-Gymnasiums wurde für den vierten Sieg bei den Robolympics geehrt von Klaus G. Fischer (Mitte) vom Förderverein der Ingenieurwissenschaften der Uni Duisburg-Essen.

So sehen Sieger aus: Das Team I des Mannesmann-Gymnasiums wurde für den vierten Sieg bei den Robolympics geehrt von Klaus G. Fischer (Mitte) vom Förderverein der Ingenieurwissenschaften der Uni Duisburg-Essen.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   Das Huckinger Gymnasium gewinnt auch den vierten Wettbewerb der Uni und der Software-Schmiede ITQ vor Mülheim-Saarn und holt auch Platz drei.

Letzte Runde, letzter Versuch: Ganz vorsichtig richten die Schüler den „Wurfarm“ ihres Roboters aus, der die kleine Kugel nach vorn schleudert. Nur wenige der neun kleinen Kegel bleiben stehen, das Team I des Mannesmann--Gymnasiums jubelt, die Konkurrenten der Gesamtschule Mülheim-Saarn machen lange Gesichter. Nach dem Stechen in der letzten von vier Disziplinen ist klar: Die „Mannesmänner“ haben bei den „Robolympics“ nicht nur zum dritten Mal ihren Titel verteidigt, sondern hinter den zweitplatzierten Mülheimern auch den dritten Rang geholt vor den Gymnasien Krupp, Elly-Heuss-Knapp und Landfermann.

„Erstmals haben wir nicht im Turniermodus gespielt, sondern im Liga-System. So bleibt die Spannung bis zum Schluss“, erklärt Zafer Cengel, Ingenieur der ITQ GmbH. Die Neudorfer Softwarefirma richtete die Roboter-Olympiade für Schüler zum vierten Mal aus. Der Modus-Wechsel bewährte sich: Für die 160 Schüler in sieben Teams aus fünf Schulen blieb es bis zum Ende spannend.

Studierende lernen Teamführung

Mit dem Finale im ST-Gebäude der Universität Duisburg-Essen (UDE) auf dem Ruhrorter Thyssenkrupp-Areal endet das Projekt „Einführung in die Robotik“ für die Masterstudenten der Ingenieurwissenschaften. Die Studierenden bereiten die Schüler-Teams an fünf Terminen an der Uni, und sieben in den Schulen auf das Finale vor. Sie beraten die Schüler, zumeist aus Robotic-AGs und Informatik-Klassen, wie sich die vier Disziplinen Kugelstoßen, Hürdenlauf, 1000-Meter-Lauf und Kegeln am besten bewältigen lassen. Gebaut wird mit Bausätzen der Lego-Mindstorms, über die viele Schulen verfügen. Die Programmierung der Roboter erfolgt über die Kombination visueller Schaltflächen, Kenntnisse von Programmiersprachen sind nicht erforderlich. „Wenn Material fehlt, stellen wir es“, sagt Jörn Linke, ITQ-Niederlassungsleiter.

Technik-Begeisterung in die Schule tragen

„Für uns ist es eine gute Möglichkeit, das theoretische Fach anwendungsnah zu vermitteln“, erklärt Dr. Niko Maas vom Lehrstuhl für Mechatronik, wie die Uni-Absolventen vom Projekt profitieren: „Sie erfahren, wie sie als Projektleiter mit einem Team zusammenarbeiten müssen.“ Auch Prof. Dr. Dieter Schramm half mit, die Technik-Begeisterung in die Schule zu tragen: Der Dekan der Fakultät machte den Schülern ein Ingenieur-Studium schmackhaft.

Beim Hürdenlauf – das „Hindernis“ war dabei eine 360-Grad-Drehung – und beim Lauf um die engen Kurven des 1000-Meter-Parcours zeigte sich, wer gut programmiert hatte und mit Gefühl steuerte. „Da zählt die Balance zwischen Tempo und Dynamik“, so Christoph Abraham und Jan Stratmann, Informatik-Lehrer am „Mannesmann“.

>>Universität, ITQ und der Förderverein

Bereits zum vierten Mal haben die Ingenieurwissenschaftler der Universität Duisburg-Essen und die ITQ GmbH (Software und Systems Engineering) die „Robolympics“ veranstaltet.

Unterstützt wird der Finalwettbewerb im ST-Gebäude der Uni an der Friedrich-Ebert-Straße in Ruhrort vom Förderverein der Ingenieurwissenschaften.

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