Gastronomie

„Schnitzeljäger“ erleben Duisburgs kulinarische Hotspots

Orientalisches Frühstück: für Carsten (blaue Jacke) und seine Freunde war „Falafel 1001“ beim der kulinarischen Schnitzeljagd in Duisburg die erste Station – und die Falafel im Brot damit auch ihr Frühstück.

Orientalisches Frühstück: für Carsten (blaue Jacke) und seine Freunde war „Falafel 1001“ beim der kulinarischen Schnitzeljagd in Duisburg die erste Station – und die Falafel im Brot damit auch ihr Frühstück.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die „kulinarische Schnitzeljagd“ gastierte in Duisburg. Die Gastro-Tour bestach vor allem mit Vielfalt – und hin und wieder auch mit Alkohol.

Endlich wieder raus! Nachdem die Corona-Pandemie viele Menschen zwangsläufig an ihre Wohnung gefesselt hat, dürstet es wohl auch vielen Duisburgern danach, mit den aufkommenden Lockerungen wieder Dinge vor ihrer Haustür zu erleben. Dafür spricht zumindest die hohe Teilnehmerzahl bei der „kulinarischen Schnitzeljagd“, die am Samstag über 100 Menschen zu den gastronomischen Hotspots der Innenstadt und ihrer Umgebung führte. Falafel in Duissern, Quiche in der Altstadt oder ein Bierchen am Vormittag – das Angebot war so vielfältig wie ungewöhnlich.

Duisburger Gastronomen können sich neuen Kunden präsentieren

Wer im Vorverkauf eins der Teilnehmerbändchen ergattern konnte, durfte sich in den insgesamt zehn Restaurants, Bars oder Cafés auf Probierhäppchen freuen. Bei „Falafel 1001“ auf der Hansastraße wartet allerdings eher ein ausgewachsener Happen auf die Schnitzeljäger: Die Falafelsandwiches, die Carsten, Nadine, Ricarda und Julia in ihren Händen halten, taugen locker als vollwertige Mahlzeit. „Das ist unser Frühstück“, nuschelt Carsten mit vollem Mund, „und es schmeckt echt super“, bestätigt Nadine noch kauend. Das dürfte Muhamed Khalil, Chef von Falafel 1001 freuen, der im Rahmen der ersten Duisburger Schnitzeljagd im vergangenen Jahr sogar schon Gäste begrüßen durfte, die noch nie Falafel gegessen hatten.

„Heute gibt es die ganz normalen Dinge, die bei uns auch sonst auf der Karte stehen“, erklärt er, damit die gastronomischen Abenteurer auch wissen was sie bekommen, wenn sie in Zukunft, hoffentlich, zu Stammkunden werden. Für die Gruppe um Carsten und Nadine geht es danach zu Rewe auf der Blumenthalstraße, hier gibt es für jeden Teilnehmer eine Flasche „Duisbier“ umsonst.

Chili sin Carne am Ludgeriplatz

Jean und Yvonnes kleiner Sohn Erik hat zwar kein Duisbier bekommen, dafür gibt es beim Nudelgarten von Frank Hoppe am Ludgeriplatz aber „Chili sin Carne“, also Chili ohne Fleisch, für den vermutlich jüngsten kulinarischen Schnitzeljäger. „Wir sind zum zweiten Mal dabei“, sagt Jean, „und letzte Jahr haben wir schon wirklich tolle Sachen entdeckt.“ Das Trio ist mit dem Fahrrad unterwegs, genau so also, wie sich Schnitzeljagd-Gründer und Organisator Peter Wiedeking die Gastro-Tour überlegt hat.

„Wir sind jetzt im sechsten Jahr, im zweiten Jahr in Duisburg“, freut sich Wiedeking, der mit dem Konzept in Düsseldorf begonnen hat. „Die Teilnehmer können Duisburg besser oder anders kennenlernen, und natürlich neue Läden entdecken.“ Dabei sei kein Teilnehmer an eine Reihenfolge oder Uhrzeiten gebunden, zwischen 11 und 18 Uhr kann die Tour jeder genau in seinem Tempo fahren. Deshalb muss man auch in Corona-Zeiten keine Sorgen haben, zu vielen Menschen zu begegnen – die Schnitzeljäger verteilen sich gut. „Wir fahren die Strecken, die wir empfehlen, alle vorher ab.“

Großes Angebot für Veganer bei „Ulli kocht“

Deswegen ist es von Nudelgarten auch nur ein Katzensprung bis zum Unverpackt-Laden, bei dem die Schnitzeljäger Tee in Einmachgläsern, Gummibärchen und Kekse abstauben können. Wie an vielen Stationen der Tour ist auch in Duissern eine ganze Menge für Veganer dabei, genauso übrigens auch im Naturkostladen und -bistro „Ulli kocht!“ im Peterstal in der Altstadt.

Jule und Justine lassen sich Zucchinipuffer und eine vegane Quiche schmecken, die Norbert Wildenblanck ihnen vorbeigebracht hat. „Bei der Schnitzeljagd kann man viel ausprobieren, das ist der größte Pluspunkt“, erklärt Jule. Und so zeigt sich: Die Pandemie mag die kulinarische Schnitzeljagd zwar verändert haben – trotzdem hat sie nichts ihrer Faszination eingebüßt.

Noch zwei Termine im Spätsommer

Die nächsten beiden kulinarischen Schnitzeljagden in Duisburg finden am Samstag, 29. August, und am Samstag, 26. September, statt.

Am 29. August führt die kulinarische Route in den Duisburger Westen, unter anderem zum Hafensturm in Homberg oder zum „Hübi“ in Ruhrort. Am 26. September geht es dann wieder in die Innenstadt und Umgebung.

Mehr Informationen und die Möglichkeit, Tickets zum Preis von 30 Euro pro Person zu kaufen, gibt es im Internet unter www.kulinarische-schnitzeljagd.de.

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