Schlager

Schlagerstar Semino Rossi auf Stippvisite in Duisburg

Holger Kanaß (li.) ist Küster an der Salvatorkirche. Semino Rossi  (r.) hat es sich zur Gewohnheit gemacht, in jeder Stadt eine Kirche zu besuchen.  

Holger Kanaß (li.) ist Küster an der Salvatorkirche. Semino Rossi (r.) hat es sich zur Gewohnheit gemacht, in jeder Stadt eine Kirche zu besuchen.  

Foto: Kanaß

Altstadt.   Schlagerstar Semino Rossi nutzt die Pause im Tournee-Alltag, um in der Salvatorkirche eine Kerze anzuzünden. Erinnerungsfoto mit dem Küster.

Semino Rossi, der Gentleman des deutschen Schlagers, ist derzeit auf Tour durch Deutschland. Am Dienstagabend trat er im Theater am Marientor auf. Einen Tag später machte der beliebte österreichisch-argentinische Sänger eine kleine Stadtbesichtigung und zündete in der Salvatorkirche eine Kerze an. „Auf einmal stand er da und fragte, ob ich der Chef bin“, erzählt Holger Kanaß, seines Zeichens Küster. In dem Gotteshaus wurde gerade etwas repariert, deshalb war er vor Ort. „Ich hab ihn sofort erkannt.“ Textsicher sei er nicht, aber das eine oder andere Lied kenne er natürlich. „Er war total nett, und zur Erinnerung haben wir noch ein Foto gemacht“, sagt Holger Kanaß begeistert. Seine Frau wollte ihm erst gar nicht glauben, welchen prominenten Gast er begrüßt hat. Für Rossi ist es übrigens schöne Tradition, in jeder Stadt, in der er Station macht, eine Kerze in einer Kirche anzuzünden. Dann denkt er immer an seinen Vater, der in Argentinien selbst ein bekannter Sänger war und ihm das Talent für die Musik in die Wiege legte.

Rossi kam 1985 aus Argentinien über Spanien nach Österreich. Zunächst verdiente er sein Geld als Straßenmusiker, dann spielte er in verschiedenen Hotels in Spanien, Italien, der Schweiz und Österreich. In Deutschland wurde er 2004 etwa mit seinen Auftritten im „Winterfest der Volksmusik“ und bei Karl Moik im Musikantenstadl in Bremen bekannt. Für den 56-Jährigen, der mit Liedern wie „Rot sind die Rosen“ oder „Du mein Gefühl“ bekannt geworden ist, ist es nicht der erste Besuch in Duisburg. Daran erinnert er auf seiner Facebookseite, auf der er auch Fotos von seinem kleinen Rundgang durch die City gepostet hat. Die Salvatorkirche ist dort ebenso zu sehen wie der Wochenmarkt. „Es war herrlich“, schreibt Rossi. Und verrät seinen Fans: „Übrigens habe ich 2006 mein erstes Solokonzert im Theater am Marientor gegeben.“ Abends wurde er dann von seinen Fans gefeiert. Die sind ganz berührt von seinen Fotos aus der Kirche. „Lieber Semino, herzlichen Dank, dass Du Deine Eindrücke und Erinnerungen an Duisburg durch diese schönen Fotos mit uns teilst. Besonders freue ich mich mit Dir darüber, dass Du die Zeit gefunden hast, diese wunderschöne Kirche aufzusuchen“, kommentiert zum Beispiel ein weiblicher Fan.

Lob im Gästebuch

„Wir haben öfter mal Promis hier“, verrät Küster Holger Kanaß. Neulich war erst der Politiker Gregor Gysi zu Gast, der auch die Kanzelrede gehalten hat. Die meisten seien nett und zugänglich. „Rossi hatte noch einen Begleiter dabei, wahrscheinlich einen Leibwächter, der dann auch das Foto von uns gemacht hat.“ Rossi zündete nicht nur eine Kerze an, sondern informierte sich auch über das geschichtsträchtige Gotteshaus, das 2016 seinen 700.Geburtstag feierte. Anschließend trug sich der Star noch ins Gästebuch ein. „So eine schöne Kirche. Un abrazo de corazón.“ Eine Umarmung von Herzen.

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